Brustkrebs

Dank frühzeitigem Screening haben 70 Patientinnen eine Chance auf Heilung

Acht von zehn Brustkrebspatientinnen sind über 50 Jahre alt.

Acht von zehn Brustkrebspatientinnen sind über 50 Jahre alt.

Mithilfe des Basler Früherkennungsprogramms können sich Frauen über 50 Jahre kostenlos testen lassen und verbessern so die Heilungschancen mit einer schonenden Behandlung. 10310 Frauen haben sich in den letzten zwei Jahren testen lassen.

Der Weg zum Frauenarzt bereitet oft kein Vergnügen. Vor allem dann, wenn es darum geht, die Brüste nach möglichen Knoten abtasten zu lassen. Knoten, die ein mögliches Indiz für Brustkrebs sind. Diese Krebskrankheit ist die am häufigsten verbreitete unter Frauen in der Schweiz. Knapp eine von drei Krebserkrankungen sowie einer von fünf Todesfällen in Zusammenhang mit Krebs, rühren von dieser Krankheit.

Besonders Frauen über 50 Jahre sind mit acht von insgesamt zehn Fällen betroffen. Um die Krankheit frühzeitig zu erkennen, wird Frauen empfohlen, im Alter ab 50 Jahren alle zwei Jahre eine Mammografie durchführen zu lassen.

Seit einigen Jahren können alle in Basel-Stadt wohnhaften Frauen im Alter von 50 bis 74 Jahre dies freiwillig zu Lasten der Krankenkasse durchführen lassen. So soll eine möglichst frühe Entdeckung von Brustkrebs gewährleistet werden. Das verbessert die Heilungschancen und ermöglicht eine schonende Behandlung.

Zahl der Teilnehmenden steigt jedes Jahr

Der Kanton hat nun in seinem Bericht zur Entwicklung der Gesundheitskosten und Prämien im Kanton Basel-Stadt neue Zahlen herausgegeben: Während sich in der Zeitspanne von 2016 bis 2018 insgesamt 9333 Frauen haben testen lassen, waren es in den beiden darauffolgenden Jahren bereits 10310.

Bei den ersten Tests waren es insgesamt 89 Frauen, bei denen Brustkrebs diagnostiziert wurde. Von den 10310 getesteten Frauen in den Jahren 2018 bis Juli 2020 waren 73 an Brustkrebs erkrankt. Die Zahlen sollen laut Bericht provisorisch sein, da sich weitere 875 Frauen noch in Abklärung befinden.

Trotzdem zeigt sich der Kanton zuversichtlich

Einerseits weil die Teilnehmerquote seit 2014 bis zum 31. Juli dieses Jahres auf 43 Prozent angehoben werden konnte. Und weil dank des Früherkennungsprogramms 73 Fälle rechtzeitig erkannt wurden. Auch in Zukunft soll es mit dem Programm zur systematischen Screening-Mammografie weitergehen:

Mit gezielten Kommunikationsmassnahmen mit Fokus auf vulnerable Gruppen soll die Teilnahmequote in den nächsten Jahren weiter verbessert werden. Um dies erreichen zu können, wird der Einladungsbrief samt Gesundheitsfragebogen und Informationsflyer bereits jetzt in acht Sprachen versandt.

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