1:12-Initiative
«Dann muss man halt den Lohn des FCB-Masseurs erhöhen»

Das regionale 1:12-Komitee der SP hat am Donnerstag seine Kampagne vorgestellt. Wieviele Unternehmen in der Region Basel von der Juso-Initiative betroffen sind, wissen die Befürworter nicht. Sicher sei: Der FCB müsste sein Lohngefüge überdenken.

Moritz Kaufmann
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«Dann muss man halt beim Masseur den Lohn anheben»: Die 1:12-Initianten wissen, wie FCB-Captain Marco Streller weiter gut verdienen kann.

«Dann muss man halt beim Masseur den Lohn anheben»: Die 1:12-Initianten wissen, wie FCB-Captain Marco Streller weiter gut verdienen kann.

Keystone

«Nach unseren Informationen sind zwei bis drei FCB-Spieler von der Initiative betroffen», sagt der Basler Juso-Chef Beda Baumgartner, der sich selbst als Fan bezeichnet. Stimmt die Bevölkerung Ja zur 1:12-Initiative am 24. November, muss der Schweizer Meister sein Lohngefüge überdenken. Baumgartner hat eine ganz einfache Lösung: «Wenn wir davon ausgehen, dass der Masseur oder der Materialwart am wenigsten verdient, muss man bloss deren Lohn ein bisschen erhöhen.» Dann, so die Rechnung des Juso-Präsidenten, könne sich der FCB auch weiterhin Marco Streller leisten.

Keine Regierungsräte dabei

Am Donnerstag hat Baumgartner zusammen mit SP-Nationalrat Beat Jans und SP-Präsidentin Brigitte Hollinger die 1:12-Kampagne der SP vorgestellt. Auffällig: Im regionalen Komitee machen keine Regierungsräte mit. Und auch Ständerätin Anita Fetz will sich nicht engagieren. Dafür setzen die Befürworter einer Lohnobergrenze auf die Mobilisierung der Basis. Diesen Samstag soll es in jedem Basler Quartier zwei Standaktionen geben. Laut eigenen Angaben hängen in Basel etwa 700 der markanten 1:12-Fahnen – schweizweit sollen es 22'000 sein.