Bauprojekt
Das 220-Millionen-Vorhaben «Erlenmatt West» kommt langsam in Schwung

Im Erlenmattquartier nimmt das Bauprojekt «Erlenmatt West» langsam Form an. In zahlreichen Wohnung werden rund 1000 Menschen wohnen. Das 220-Millionen-Vorhaben ist auch für Investoren interessant, da Basel ein hervorragendes Wirtschaftsumfeld hat.

Stefan Schuppli
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Eine Visualisierung des Millionen-Projekts «Erlenmatt West» (Blick Richtung Südosten).

Eine Visualisierung des Millionen-Projekts «Erlenmatt West» (Blick Richtung Südosten).

Fast im Zweimonatsrhythmus werden im Erlenmattquartier Grundsteine gelegt. Kommende Woche ist das Baufeld «E» im Westen dran. Allein dort entstehen in den nächsten zwei Jahren 219 Wohnungen, 48 davon im Wohneigentum.

Zusammen mit den unmittelbar danebenliegenden Feldern F und G, sowie der Seniorenresidenz mit betreutem Wohnen und Pflegeplätzen, dürften hier ab 2016 rund 1000 Personen wohnen, schätzt Benoît Demierre, Niederlassungsleiter Basel der Losinger Marazzi AG. Das sind fast gleich viele wie im Erlenmatt Ost, wo dereinst 1100 Menschen ihr Dach über dem Kopf finden werden.

Wie auch im Ost-Teil sei auch hier die soziale Durchmischung wichtig. Die 171 Wohnungen weisen zwischen zweieinhalb und viereinhalb Zimmer auf, die Mieten lägen «im mittleren Bereich», so Demierre. Die 48 Eigentumswohnungen (3,5 bis 5,5 Zimmer) seien mit maximal 7500 Franken pro Quadratmeter «eher günstig».

Gebaut wird im 2000-Watt-Standard, was sich positiv auf die Nebenkosten auswirken dürfte. Schweizweit sei es das erste offiziell zertifizierte im Bau befindliche Areal dieser Grösse mit dem 2000-Watt-Standard.

Das Bauprojekt Erlenmatt West wird rund 220 Millionen Franken verschlingen. Daran werden sich neun Investoren beteiligen, unter anderem die Pensionskassen Securitas und Edifondo, die Berner Gebäudeversicherung, Next Immobilien, CS Immobilienfonds und die Vaudoise-Versicherung. Letztere war bisher in der Region nicht sehr präsent.

«Das wird sich ändern», sagt Reto Kuhn, Verantwortlicher bei Vaudoise für die Kapitalanlagen. «Basel hat ein hervorragendes Wirtschaftsumfeld, die Lage ist sehr gut, das Projekt sehr sinnvoll, ökologisch und effizient», lobt er.

Allein Vaudoise und Next haben im Baufeld E 61 Millionen investiert. Vaudoise pflege mit der Baufirma Losinger-Marazzi langjährige Geschäftsbeziehungen, ein weiterer Grund, dass Vaudoise den Zuschlag bekommen habe.

Ein «Verkäufer-Markt»

«Heute ist es so, dass sich Investoren bewerben müssen. Es ist ein Verkäufer-Markt», so Kuhn. Liegenschaften sind in der Regel gut rentierende Anlagen. Gerade weil die Zinsen momentan derart tief sind, reissen sich Pensionskassen, Versicherungen und andere Anleger um Liegenschaften an guten Lagen. Basel läge der Vaudoise auch mentalitätsmässig nahe. Wie heisst es doch: Basler sind einfach Deutsch sprechende Romands...