Denkmalschutz

Das älteste Basler Bauernhaus bekommt ein Notdach

Das älteste erhaltene Bauernhaus des Kantons Basel-Stadt soll ein Notdach erhalten. (Bild: Stand 2009)

Das älteste erhaltene Bauernhaus des Kantons Basel-Stadt soll ein Notdach erhalten. (Bild: Stand 2009)

Der Regierungsrat hat den Bau eines Notdachs über dem ältesten Bauernhaus des Kantons angeordnet. Durch das Dach soll die weitere Zerstörung des über 450 jährigen Gebäudes in Bettingen verhindert werden.

Das älteste erhaltene Basler Bauernhaus entstand Mitte des 16. Jahrhunderts in Bettingen. Wie der Regierungsrat in einer Medienmitteilung vom Freitag schreibt, sei es in authentischem Zustand erhalten geblieben und weise einen hohen kulturgeschichtlichen Wert auf. Seit 2011 stehe es unter Denkmalschutz.

In den letzten Jahren verschlechterte sich der bauliche Zustand des Hauses. Das Dach ist beschädigt. Dadurch sind Teile im Innern des Gebäudes der Witterung schutzlos ausgesetzt, heisst es weiter. Das Bauernhaus drohe irreparablen Schaden zu nehmen.

Eigentümerschaft handelte bisher nicht

Die Eigentümerschaft wurde laut Regierungsrat schon mehrfach aufgefordert, das Dach instand zu stellen. Gemacht wurde bisher aber nie etwas. Deshalb beauftragt der Regierungsrat das Bau- und Verkehrsdepartement damit, ein Notdach über dem Gebäude zu errichten. Sofern die Eigentümerschaft weiterhin nicht handle, heisst es in der Mitteilung. Durch das Notdach soll Erhalt und Bestand des Hauses gesichert und weitere Schäden verhindert werden.

Die Kosten für dieses Notdach belaufen sich auf 130'000 bis 150'000 Franken, schreibt der Regierungsrat. Die Notbedachung sei subventionsberechtigt. Die Denkmalpflege werde deshalb bei der Kommission für Denkmalsubventionen, bei der Gemeinde Bettingen und beim Bundesamt für Kultur einen Antrag auf finanzielle Unterstützung stellen.

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