Vorgesehen sind gemäss Regierungsvorlage 70 bis 80 gehohene Miet- oder Eigentumswohnungen mit zweieinhalb bis sechseinhalb Zimmern. Der Bebauungsplan sieht vier Baukörper mit umlaufenden Balkonen vor sowie eine Tiefgarage mit 30 Quartierparkplätzen. Im Parterre sind Nutzungen für die Quartierbevölkerung mit Bezug zum Aussenraum geplant.

FDP, LDP und SVP beantragten, das Areal sei nicht im Baurecht abzugeben, sondern gleich zu verkaufen. Damit könne der Kanton mehr einnehmen, wurde argumentiert. Die FDP äusserte zudem auch qualitative Zweifel am konkreten Projekt. Die drei Parteien wollten einem Investor mehr Freiheit geben, was mehr Investitionen auslöse.

Linke wehrten sich gegen Spekulation

Die Linke warnte jedoch vor Spekulation bei einem Verkauf des «Filetstücks», wie es Baudirektor Hans-Peter Wessels nannte. Das Baurecht erlaube Vorgaben zur Nutzung. Als Negativbeispiel nannte ein SP-Mann die verkaufte Markthalle, die schon wieder die Hand gewechselt hat. Der Verkaufsantrag wurde mit 37 zu 45 Stimmen bei 4 Enthaltungen abgelehnt.

Der Bebauungsplan war auf der Basis des Siegerprojekts aus dem Ideenwettbewerb von 2009 erarbeitet worden. Im Planungsverfahren wurde die Quartierbevölkerung einbezogen. Bei der Planauflage im letzten Juni gab es laut der Regierung keine Einsprache. Das Universitäts-Kinderspital beider Basel ist Ende Januar ausgezogen.

Negativschlagzeilen machte das Areal am Wochenende des 1. Mai, als bei einer Besetzung ein Mann von einem Balkon fiel und sich schwer verletzte. Der Kanton hatte keine Zwischennutzung zugelassen, weil er das Areal Ende Jahr baureif an einen Investor abgeben will; zuvor wird das Gebäude dekontaminiert und abgerissen. Der Baustart ist Mitte 2012 vorgesehen. (rsn)