Vorverkauf
Das Basel Tattoo sitzt noch auf 25000 Tickets

Für das Marketing des Militärmusik-Festivals, das vom 21. bis 30. Juli stattfindet, ist nun ein ehemaliger Top-Shot der UBS zuständig.

Benjamin Rosch
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Das Basel Tattoo 2015

Das Basel Tattoo 2015

Keystone

Die aktuelle Auslastung des Basel Tattoo liegt bei rund 70 Prozent. In Zahlen heisst dies, dass momentan noch rund 25 000 Eintrittskarten für das Militärmusik-Festival im Sommer zu haben sind. «Der Vorverkauf bewegt sich in etwa im gleichen Rahmen wie im vergangenen Jahr», sagt Marketing-Chef Tom Ackermann. Letztes Jahr waren es hauptsächlich die Nachmittags-Shows, die nicht an die Auslastung der Haupt-Vorführungen an den Abenden herankamen. Deshalb haben die Verantwortlichen im Hinblick auf die diesjährige Ausgabe die Strategie geändert und einige Nachmittags-Shows zugunsten von zwei neuen am Abend gestrichen. «Dies wird sich wohl auszahlen», sagt Ackermann.

Eine noch sehr leere Show

Die unverkauften Tickets verteilen sich ihm zufolge ziemlich gleichmässig über die ganze Tattoo-Zeit vom
21. bis 30. Juli. «Einzig die Familienveranstaltung vom Sonntag ist noch sehr leer», sagt Ackermann. Der Grund dafür ist, dass die Tickets für diesen Anlass erst seit einer Woche im Verkauf sind, zuvor war das Programm noch nicht im Detail geklärt. «Wir rechnen damit, dass diese Tickets ziemlich schnell weggehen», glaubt Ackermann.

Dennoch: Die Zeiten, in denen die Besucher für ein Billett stundenlang in der Schneidergasse angestanden sind und das Tattoo schon um Weihnachten ausverkauft war, scheinen vorbei zu sein. «Das hat damit zu tun, dass es inzwischen zwei Lager von Besuchern gibt. Die einen sind die eingefleischten Fans, andere warten hingegen ab und entscheiden kurzfristig, ob sie kommen wollen», sagt Tom Ackermann.

Dies hätten die Veranstalter schon letztes Jahr beobachten können und böte keinen Anlass zur Sorge. «Auch letztes Jahr war schliesslich vom Besuchervolumen her ein sehr guter Jahrgang», meint Ackermann.

Generell gibt er sich zufrieden. Selbstverständlich ist das nicht: In seinem früheren Job, als Marketingchef der UBS Schweiz, verfügte er über
120 Mitarbeiter. Beim Tattoo traf er bei seinem Arbeitsbeginn Anfang Jahr auf andere Dimensionen. «Für mich ist dieser Job das Privileg, ein Hobby zum Beruf zu machen», sagt der ehemalige Militärtrompeter. Für das Tattoo bedeutet sein Engagement wohl eine weitere Professionalisierung in einem Bereich, der dies bisher nicht verlangt hat.