Seit nunmehr fünf Jahren erscheint in Basel das Hochglanzmagazin «Who is Who». Es proklamiert für sich, Jahr für Jahr die 200 prominentesten Persönlichkeiten der Region zu porträtieren, die aktuell etwas «bewegen». In Kategorien wie Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport, Wissenschaft, Lifestyle, Newcomer und so weiter.

Während die Zürcher Ausgabe des Magazins mittlerweile als «legendär» bezeichnet wird, kämpft es in Basel immer noch um seine Daseinsberechtigung.

Am 13. Dezember 2017 soll die neueste und damit sechste Ausgabe lanciert und im Basler Club Soho in der Steinenvorstadt gefeiert werden. Bis dahin wird die Zeit allerdings knapp. Das Magazin ist noch längst nicht voll, die Promi-Suche scheint sich heuer äusserst schwierig zu gestalten. Und erst vor wenigen Tagen – aussergewöhnlich spät – konnte Herausgeber Fabian Schwarzenbach die diesjährige Jury voll besetzen. Dies bestätigt er auf Anfrage der bz. «Sie wird Jahr für Jahr neu zusammengesetzt, darunter befinden sich bestehende, aber auch neue Mitglieder.» Waren es im 2015 neun, zählte die Jury ein Jahr später nur noch deren vier. Aus wie vielen Personen die Jury in diesem Jahr besteht, sagt Schwarzenbach nicht.

Zudem fehlt es den «Who is Who»-Machern noch in nahezu jeder Kategorie für die kommende Ausgabe an guten Köpfen. Schwarzenbach formuliert es so: «Es hat in beinahe allen Kategorien noch Platz.» Er sei zuversichtlich, dass bis zum Redaktionsschluss Ende November sowohl von der Jury als auch von der Bevölkerung gute Vorschläge eintreffen würden.

«Basel nicht kleiner reden»

In den vergangenen Jahren musste die Jury bereits bis Mitte September die Vorschläge eingereicht haben. Dass er in diesem Jahr also unter Zeitdruck stehen muss, weist Schwarzenbach trotzdem von sich: «Die Frist Ende August war als Richtwert zu verstehen und ist überhaupt ein Überbleibsel des ehemaligen Verlegers. Ich arbeite heute mit einem neuen Grafiker zusammen, der eine andere und zeitsparendere Arbeitsweise hat und entsprechend flexibel ist.»

Schwarzenbach will nicht hören, dass in Basel ein Mangel an neuen Prominenten bestehen könnte: «Man sollte die Stadt nicht kleiner reden, als sie es ist. Jahr für Jahr treten neue, spannende Persönlichkeiten ins Rampenlicht, die für Furore sorgen.»