Geheimnisse

Das Drummeli bricht mit seiner Tradition

Beim letzten Drummeli wurde gedrummelt was das Zeug hält

Beim letzten Drummeli wurde gedrummelt was das Zeug hält

Heute gaben vier Formationen, die am kommenden Drummeli auftreten, bereits einen Einblick in ihre Auftritte. Sie plauderten jedoch nur wenig aus, um die Neugier zu schüren.

Vertreter der Opti-Mischte, der Negro-Rhygass, der Olympia und der Märtplatz-Clique plauderten bei einer Pressekonferenz im Restaurant Hasenburg aus dem Nähkästchen. Sie verrieten jedoch nur wenig, um die Besucher neugierig zu machen. Damit umgingen sie ein altes Drummeli-Tabu. Von Marsch-Geheimnissen über Larven-Neuheiten bis hin zu Programm-Mysterien wurde alles angesprochen.

Flavia Schai von den Opti-Mischte verriet beispielsweise, dass die Clique Trommeln und Pfeifen auf eine überraschende Weise verbinden werde. Den Drummel-Marsch «Fastewaije» und ein Stück für Pfeifer, den «Spalebärg», werden sie übereinander legen. Wie jedes Jahr basteln sie ihre Kostüme und die Dekoration selbst, was laut Schai enorm zum Teamgeist beiträgt. Die beiden Männer-Cliquen Olympia und Märtplatz werden zusammen auf der Bühne stehen. Man solle sich laut Claude Schrank von der Olympia jedoch nicht vor einem Testosteron-Overkill fürchten. Auch die Negro-Rhygass hat in der Hasenburg schon etwas verraten: Am Drummeli 2018 werden sie nicht in ihren traditionellen Clown-Kostümen auftreten, mehr möchten sie jedoch noch nicht sagen.

Ein Bärner-Gring am Drummeli

Auch das Schauspielensemble lüftete Geheimnisse. Zum einen wird der Basler, Dominik Gysin, der mit vier nach Bern zog, sein Können und vor allem sein Baseldytsch am nächsten Drummeli zum Besten geben. Obwohl er grösstenteils in Bern aufwuchs, verlor er den Bezug zu Basel und insbesondere zur Fasnacht nie. Und auch Lukas Kubik wird am kommenden Drummeli, welches am 3. Februar beginnt, auf der Bühne stehen. Er spielte bereits verschiedene Rollen, zum Beispiel den Mike Zumbrunn im Tatort-Freitod oder den Roger im Film «Private Banking». Als Dienstälteste wird Susanne Hueber zum siebten Mal am Drummeli schauspielern. «Jedes Jahr ist das Drummeli vielfältig, bunt und laut. Ich kann immer in eine neue Rolle schlüpfen», sagt sie über ihren unermüdlichen Elan.

Die Schnitzelbänke sind laut Drummeli-Verantwortlichem André Schaad ebenfalls sehr vielfältig. Neu sind die Gryysel mit dabei und machen ihrem Namen alle Ehre, wie Schaad verrät. «Sie sind wild und gryyslig«, sagt er. Sie würden sich also total vom zweiten Schnitzelbank, dem Schwoobekäfer, unterscheiden. Diese seien eloquent, kultiviert und würden mit einer spitzen Zunge überzeugen.

Für Schaad ist es das letzte Drummeli, welches er Backstage und als Verantwortlicher erleben darf. Nach neun Jahren gibt er die Leitung an Robi Schärz und sein Team ab. «Ich freue mich, nun auch mal vorne im Musical Theater mit dabei sein zu können», sagt er mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Tickets für die Veranstaltung gibt es bei Bider&Tanner, bei diversen Ticket-Cornern und anderen Verkaufsstellen.

Autor

Olivia Meier

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