Verkehrssituation

Das Ende des Staus naht: Bauarbeiten an Nauenstrasse bald fertig

Der Anfang des Verkehrs-Chaos an der Nauenstrasse kurz nach Beginn der Bauarbeiten im Oktober 2013.

Der Anfang des Verkehrs-Chaos an der Nauenstrasse kurz nach Beginn der Bauarbeiten im Oktober 2013.

Nach dem nassen Sommer und der damit verbundenen Verzögerung auf der Baustelle Nauenstrasse naht nun endlich das Ende des Staus. Das Bau- und Verkehrsdepartement setzt den Endtermin auf den 24. Oktober.

«Wir haben mit der Kommunikation bezüglich der Verzögerung der Öffnung der Nauenstrasse zugewartet, weil wir einen verbindlichen Endtermin bekannt geben wollten. Wir sind sicher, dass wir Anfang Oktober fertig sind.» So liess sich André Frauchiger, Sprecher des Bau- und Verkehrsdepartements (BVD), im Mai in der bz zitieren.

Mittlerweile ist Mitte Oktober und die Nauenstrasse nach Bauarbeiten von über einem Jahr noch immer nicht beidseitig befahrbar. Autofahrer können nur stadtauswärts fahren, auf dem Weg in die Stadt hinein muss noch immer ein Umweg in Kauf genommen werden. Der Grund dafür? Der verregnete Sommer. «Das schlechte Wetter war das grosse Problem. Von Mai bis Oktober sind es vier Monate – und man kann das Wetter leider nicht vorhersehen. Das klappt ja teilweise nicht einmal einen Tag im Voraus», erklärt Frauchiger. Aufgrund der vielen nassen Tage mussten mehrfach Belagsarbeiten zeitlich verschoben werden und nur ein Teil der Belagsarbeiten konnte zeitlich über Samstagsarbeiten kompensiert werden.

Läuft alles nach Plan, sollte das Projekt an der Nauenstrasse in knapp zehn Tagen beendet sein. «Voraussichtlich am Freitag, 24. Oktober», so Frauchiger, sollten beide Fahrspuren wieder definitiv geöffnet sein. «Dies vorausgesetzt, dass das Wetter für die Restarbeiten entsprechend mitspielt.» Die Ummarkierung auf der Autobahn erfolge dann vom 27. auf den 28. Oktober.

Unvorhersehbare Funde

Die Verschiebung auf Ende Oktober ist bereits die zweite Verzögerung des Projekts an der Nauenstrasse. Bereits im Mai musste das BVD eingestehen, dass die geplante Komplettöffnung auf Anfang Juli nicht realisierbar ist. Damals war nicht Wettergott Petrus, sondern der Zufall Schuld.

Beim Graben traf die IWB damals im Mai auf querende Trinkwassertransportleitungen, die unvorhergesehen ersetzt werden mussten. «Das Ersetzen war insofern unvorhergesehen, als dass in den Dokumentationen festgehalten war, die Leitungen wären aus duktilem Gussmaterial. Jedoch waren sie in Wahrheit aus sprödem Material, welches nicht bruchsicher und somit nicht erdbebenfest war. Die Stellen waren schlicht falsch markiert», erklärt Erik Rummer, Mediensprecher der IWB. Nach den neuen Erkenntnissen wurden die alten Leitungen durch elastischeres, erdbebensicheres Material ersetzt.

Nachdem also sämtliche unterirdischen Arbeiten abgeschlossen werden konnten, fehlen nun noch die Deckbelege. Doch diese fehlen nicht nur bei der Nauenstrasse, sondern auch bei der Grosspeter- und der Münchensteinerstrasse. Bei den beiden zeitgleich zum Umbau an der Nauenstrasse stattfindenden Projekten konnte der Zeitplan ebenfalls nicht eingehalten werden. Dies bestätigt Frauchiger auf Nachfrage: «Neben vielen kleineren Arbeiten und Anpassungen sind im Wesentlichen die Deckbeläge in der Grosspeterstrasse und in der Münchensteinerstrasse noch einzubringen.» Der Einbau in der Grosspeterstrasse wird heute Mittwoch stattfinden.

Zusätzlich gibt es noch Reparaturarbeiten an der Brückenabdichtung der Münchensteinerbrücke inklusive vollständigem Belagseinbau. Sämtliche Belagsarbeiten beim Einlenker Hexenweglein sind ebenfalls noch auszuführen, genau so wie das Trottoir an der Münchensteinerstrasse (dieses ist hotelseitig teils Tragschicht), welches fertiggestellt werden muss, ebenso wie der dortige Deckbelag. Die Autofahrer der Region werden hoffen, dass Petrus dieses Mal mitspielt und ein Ende des Staus tatsächlich bald Tatsache ist.

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