Vorfasnacht

Das Fasnachtskiechli ist tot, es lebe das Kòpfladäärnli

Renato Salvi (rechts)

«Es wird eine Vorfasnachtsveranstaltung, die auch ohne mich funktionieren kann.»

Renato Salvi (rechts)

Die Veranstaltung des Komikerduos Almi und Salvi ist Geschichte. Dafür lanciert Renato Salvi eine neue, grössere Vorfasnachtsreihe. Ohne Almi, dafür aber mit Musikern und Schnitzelbänken.

Elf Jahre lang standen die beiden Komiker und Schauspieler Renato Salvi und Patrick Allmandinger gemeinsam auf der Bühne und zelebrierten ihre Art der Vorfasnacht am Fasnachtskiechli. Ausser in der Jubiläumsausgabe nur zu zweit, ohne grosses Drumherum. Die vergangene Ausgabe war nun die letzte.

Das bestätigt Renato Salvi auf Anfrage der bz. Er startet im kommenden Jahr mit einer neuen Vorfasnachtsveranstaltung, dem «Kòpfladäärnli». Die neue Veranstaltung soll weniger auf «Schenkelklopferhumor» setzen, als dies das «Fasnachtskiechli» immer tat – er wolle «für ein breiteres Segment verträglich sein», wie Salvi es formuliert.

Zudem solle das neue Format «mehr den Kopf ansprechen», daher komme auch der Name. Aber der «Geist des Fasnachtskiechli» werde dennoch nicht völlig fehlen, tröstet Salvi die Freunde des gröberen Humors, für den das «Kiechli» berühmt und berüchtigt war.

Salvi ohne Almi

Allmandinger wird nicht mehr dabei sein. Als Komiker-Duo hatten sich «Almi und Salvi» schon vor Längerem getrennt, waren nur noch an der Vorfasnacht zusammen auf der Bühne gestanden. Neu dabei ist dafür ein siebenköpfiges Organisationsteam und viele Schnitzelbänke.

Angestrebt wird die vorfasnächtliche Rekordzahl von 14 Bänken. Dazu sollen ein kleines Orchester und Pfeiffer- und Tambourengruppen kommen. «Es wird eine Vorfasnachtsveranstaltung, die auch ohne mich funktionieren kann. Eine, die aufgestellt ist für die Ewigkeit», sagt Salvi.

Krach habe er mit Almi nicht gehabt. Aber natürlich gebe es in einem Zweiergespann immer wieder «Reibungen» und «Interessenskonflikte». Almi war am Montag nicht zu erreichen.

Gemäss Salvi werde auch er sicher wieder etwas in Richtung Vorfasnacht machen. Man wolle zu einem geeigneten Zeitpunkt gemeinsam über weitere Details informieren. Denn einiges ist noch offen, beispielsweise, wann das «Kòpfladäärnli» seine Premiere feiern wird und was die Tickets kosten sollen. Klar ist dagegen, dass eine Grande Dame des Basler Schwanks zum Ensemble gehören wird, nämlich die Schauspielerin Bernadette Strittmatter.

Autor

Nicolas Drechsler

Nicolas Drechsler

Meistgesehen

Artboard 1