«Wir kreieren Hüte in allen Farben und Formen. Das gibt es in der Schweiz fast nirgends mehr.» Der Mann am Stand der Hutmanufaktur Risa aus dem Kanton Aargau ist gerade dabei, buntes Band aufzurollen. An die Blickfang Messe, die dieses Wochenende in Basel stattfindet, hat er beinahe die ganze Werkstatt mitgebracht. «Wir möchten zeigen, dass jeder Designer hier für etwas einsteht», sagt Blickfang-Geschäftsführerin Jennifer Reaves vor dem Stand. Hier sei es das Handwerk, das es zu schützen gilt.

Erschwingliche Designstücke

Beim nächsten Stand sind es Unikate, die in der heutigen Massenproduktion untergehen und auch viel zu teuer sind. Die beiden jungen Frauen aus Bern, die das Label «IOKO» gegründet haben, halten ihre Shirts in die Luft. «Sie sind bemalt. Jedes individuell.» Zudem haben sie ihre eigene Schmuckkollektion, die sie dieses Wochenende präsentieren.

Auch der nächste Designer steht für etwas ein. Für Produkte aus der Schweiz, die für eine breite Kundschaft erschwinglich sind. «Ich möchte Dinge mit meiner Kreativität vereinfachen und möglichst brauchbar machen», sagt Matthias Frey von «mfsystem». Er macht Tische und Schränke, die kombinierbar und möglichst praktisch sind.

Insgesamt stellen 140 Designerinnen und Designer ihre Kunstwerke in der Halle 3 aus. Das Motto ist «Für alle, die nichts Bestimmtes, sondern Besonderes suchen». In diesem Jahr soll es laut Geschäftsführerin Reaves besonders bunt, frühlingshaft und «sonnig» sein. Obwohl man immer darauf achte, neue, frische Talente zu finden, sind auch wieder einige alte Hasen mit dabei. Beispielsweise «Ramstein Optik». In diesem Jahr gibt es eine Besonderheit: Auf sechs Plätzen in der Halle dürfen Designer ihre Produkte in Szene setzen.
Nicht zu Konsumzwecken, sondern zur Inspiration. «Bei einer Umfrage wurde klar, dass es den Besuchern an der Blickfang auch wichtig ist, sich inspirieren zu lassen», so Reaves.