Verkehrsberuhigung

Das Gundeli hat ein Kapazitätsproblem auf seinen Strassen

Zündstoff für Konflikte: Das Zusammentreffen von ÖV, Autos und Langsamverkehr.

Zündstoff für Konflikte: Das Zusammentreffen von ÖV, Autos und Langsamverkehr.

Die Güter-, Dornacher- und Gundeldingerstrasse sind wichtige Verkehrsachsen durch Basel. Dies obwohl das Gundeli eigentlich ein Wohnquartier ist. Der Grosse Rat will mit Tempo-30-Zonen die Situation entschärfen. Doch es regt sich bereits Widerstand.

Verkehrspolitisch betrachtet ist das Gundeli ein Wohnquartier. Seine drei Längsstrassen dienen aber auch als Verkehrsachsen. Dazu kommt, dass ein Teil des Verkehrs ins und vom Industrieareal Dreispitz durch die Güter-, Dornacher- und Gundeldingerstrasse fliesst. Mal ganz abgesehen vom Stadion St. Jakob, das durch das Gundeli bei Grossveranstaltungen oft rascher erreichbar ist, als durch die Nauenstrasse.

Genau diese Durchgangsstrassen will der Grosse Rat nun entlasten, indem er für das Gundeli die flächendeckende Einführung von Tempo 30 beschlossen hat. In dieselbe Richtung zielt auch die Vision des Gundeli-Tunnels, der den Verkehr von der Autobahn nach Grossbasel-West, Allschwil und ins Leimental unter dem Quartier durchführen soll.

Langsamer voran

Die Einführung von Tempo 30 im Gundeli ist derzeit ein heiss umstrittenes Geschäft. Vor zehn Tagen verkündete Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels, welche Strecken mit einer Temporeduktion versehen werden sollen: Prompt regte sich Widerstand dagegen, und zwar sowohl vonseiten der Automobilverbände als auch vonseiten der Grünen: Ersteren geht die Verkehrsberuhigung zu weit, den Grünen nicht weit genug.

Wessels betont, der Entscheid des Grossen Rates werde buchstabengetreu umgesetzt, allerdings in Etappen. Weitere Tempo-30-Zonen werden also folgen.

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