Dieses Jahr konnte der Zolli den Basler Tierliebhabern einige Male eine Freude bereiten. Nicht zuletzt mit den vier süssen Löwenjungs, die vor wenigen Tagen das Licht der Welt erblickten.

Die zwölfjährige Orang-Utan-Dame Revital brachte im März mit Ketawa ihr erstes Kind zur Welt. Nach zehn Jahren Babypause bei den Orang-Utans gilt Ketawas Geburt als Überraschung. Bereits wenige Tage später präsentierte Mutter Revital ihr Mädchen stolz dem Publikum.

Zu einer richtigen Geburtenballung kam es im Sommer. Im Juli tollten plötzlich vier kleine Wildhunde auf ihrer Aussenanlage herum. Auch bei ihnen liegt die letzte Geburt sieben Jahre zurück. Für den Wildhund-Tierpfleger kam das freudige Ereignis überraschend, denn erst als er es in der Wurfbox wimmern hörte, wurde ihm klar, was soeben passiert war.

Henna ist bei Kirans Geburt dabei

Vom ersten Publikumshöhepunkt spricht Zolli-Sprecherin Tanja Dietrich bei Flusspferd Kianga - «Sonnenschein» auf Suaheli. Das Köpfchen des zehnten Babys von Helvetia und Wilhelm schaute plötzlich eines Morgens Ende Juli aus dem Wasser.

Und zu einer Premiere kam es im Hause der Panzernashörner. In der Nacht auf den 5. Oktober wurde Kiran geboren. Speziell bei Elloras Schützling ist, dass dessen drei Jahre ältere Schwester Henna bei der Geburt dabei war. Am Anfang war diese zwar noch skeptisch der Situation gegenüber.

Doch bald kümmerten sich beide Damen rührend um den Kleinen. Drei Wochen später reiste Henna in den Zoo Parc de Beauval ab.

Einzigartig war auch die Geburt des schneeweissen Balistars. Die Vögel sind vom Aussterben bedroht und existieren in freier Wildbahn nur noch in Indonesien. Der Bestand dort wird auf etwa 200 geschätzt. Überhaupt lief beim Vogelvieh einiges spannendes.

Zoo-Direktor Olivier Pagan erinnert sich gerne an den Vogelzugstau, der für spektakuläre Momente sorgte. Dieser hatte mit der langen Kältephase Anfang Jahr zu tun. Eine grosse Anzahl an Blau- und Schwarzkelchen sowie der Wendehals haben im Zoo einen Halt eingelegt.

Neben «Kommen» war auch «Gehen» ein grosses Thema im Basler Zoo. Unter anderem wurde Ende Oktober der Elefantenbulle Yoga in den Zoo Boras nach Schweden transportiert. Dies, weil im November mit dem Bau der neuen Elefantenanlage «Tembea» gestartet wurde.

Neues Training für Elefanten

Auf die Elefanten kam überhaupt einiges Neues zu. Ihre Tierpfleger gewöhnen sie an ein neues Training. In der neuen Elefantenanlage, die im Herbst 2016 fertiggestellt sein soll, haben die Pfleger keinen direkten Kontakt mehr zu den Dickhäutern.

Dies, um die Tiere in ihrer natürlichen Struktur leben zu lassen aber auch aus Sicherheitsgründen. Die Elefanten lernen jetzt, auf Befehl durch die Gitter zu reagieren. Ebenfalls unter der Knute eines Trainers stehen die Australien-Krokodile. Eine Woche hat es gedauert, bis eines der scheuen Tiere erstmals auf Zuruf herankam.