St.Jakob
Das Joggeli erhält seinen ersten Grossputz seit der Euro 2008

Die Fassade des St.Jakob-Parks erhält ihren Glanz zurück: Über einen Monat dauert die Stadionreinigung, mit welcher der Basler Fussballtempel wieder auf Vordermann gebracht wird.

Mélanie Honegger
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Der Putzkran vor der Fassade.

Der Putzkran vor der Fassade.

mho

Knapp vierzehn Meter über dem Erdboden schrubben die zwei Mitarbeiter der Stadionreinigung von Basel United eines der vielen Stadionfenster des St. Jakob-Parks blank. Seit zwei Wochen sind sie nun schon mit Putzen beschäftigt. Seit zwei Wochen war gestern erstmals die Sonne stärker als der Regen und erleichterte so die Arbeit der Schwindelfreien.

Putzaktionen in dieser Grösse kommen beim St. Jakob-Park selten vor: Meistens werden nur ein paar einzelne Fensterscheiben gereinigt. Dieses Jahr wird nun also die ganze Fassade einem Frühjahrsputz unterzogen. «Die letzte derartig grosse Reinigungsaktion fand im Vorfeld der Euro 2008 statt», erklärt Andrea Roth, Mediensprecherin der Stadionbetreiberin Basel United AG.

Aussen putzen nur zwei Leute

Überraschend ist, wie wenig Leute an der Putzaktion beteiligt sind: Zwei Personen sind für die Reinigung der Aussenfassade zuständig, sechs Leute für die Innenreinigung. «Das ist natürlich eine Kostenfrage», begründet Marc Studach, der Platzwart des Stadions, diese Tatsache.

Das Reinigungsverfahren im Aussenbereich unterscheidet sich dabei von dem im Innenbereich: «Für die Fensterfront auf der Aussenseite des Stadions wird eine Lösung aus chemischen Substanzen und Wasser verwendet, die dann mechanisch mit weissem PET nachgerieben wird», erklärt Studach. Danach entfernt eine rotierende Strahldüse den Schmutz. Im inneren Bereich des Stadions ist diese Methode aber nicht anwendbar.

Gebädeklätterer putzen die Fenster

Aufgrund der vielen elektrischen Apparaturen können dort die Stadionarbeiter kein Wasser für die Reinigung verwenden. «Damit keine Folgeschäden entstehen, verwenden wir ein Trockeneisstrahlgerät.» Das klingt spektakulärer, als es in Wahrheit ist: Der Lärm der Maschine ist ohrenbetäubend, aber Nebel macht sich keiner breit. «Das Gerät funktioniert wie ein Hochdruckreiniger», erklärt Studach.

Die aufwendigen Reinigungsarbeiten dauern insgesamt über einen Monat. Eindrücklich ist dabei vor allem das Verfahren, das bei den grossen Fenstern im oberen Teil des Stadions angewendet wird. Diese sind laut Studach nämlich nicht per Kran erreichbar und werden deshalb von Gebäudekletterern geputzt. Für eine allfällige Meisterfeier soll der Fussballtempel wieder glänzen.

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