Ob Basel vom 8. bis 10. Juli als Austragungsort definitiv für den Schweizer Tennisverband Swiss Tennis infrage kommt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Vorgestern besuchten Vertreter von Swiss Tennis die Rheinstadt, um den Platz genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit dabei waren auch Regierungspräsident Guy Morin und Standortmarketing-Leiterin Sabine Horvath. Fazit: «Das Kasernenareal ist ein toller Platz – wir könnten den Anlass dort durchführen. Wie, ist hingegen noch unklar», sagt Swiss-Tennis-Vizepräsident Erik Keller.

Platz für 5900 Zuschauer

Bedenken hat Keller wegen der Grösse des Kasernenareals: «Die Kapazität könnte etwas zu gering sein. Gemäss Schätzungen hätten auf dem Areal nur 5900 Zuschauer Platz – an anderen potenziellen Austragungsorten wären es 7500.» Mit anderen Orten meint der Vizepräsident von Swiss Tennis Bern, Crans-Montana, Sion und Zermatt, die alle ebenfalls um die Austragung buhlen.

Keller macht keinen Hehl daraus, dass auch der Kommerz bei der Entscheidung eine Rolle spielt. So würde man in anderen Städten mit mehr Zuschauerplätzen auch mehr Umsatz generieren. «Es kann aber auch sein, dass wir wegen des Ambiente den Verlust in Kauf nehmen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es schwierig, mehr zu sagen», meint Erik Keller.

Noch bleibt ein wenig Zeit: Nach einer zweiten Fristverlängerung muss Swiss Tennis bis am 5. April beim interna-tionalen Tennisverband ITF den Austragungsort deponieren. Die Regierung indes will den Davis Cup nach anfänglichem Zögern nun unbedingt in Basel haben: Sie hat gestern beschlossen, eine Austragung der Davis-Cup-Partie mit 250000 Franken zu unterstützen. Zusätzlich würde der Stadtkanton Swiss Tennis einen Kosten- und Gebührenerlass für das Turnier gewähren. Die Offerte sei gemäss Beschluss des Regierungsrats abschliessend und nicht weiter verhandelbar, heisst es in einer Mitteilung. Nichtsdestotrotz: Die Regierung würde sich freuen, wenn der Davis Cup mit Roger Federer in Basel ausgetragen würde.

Trotz Platzbedenken ist Sabine Horvath zuversichtlich: «Die Austragung mitten in der Stadt ist wesentlich attraktiver als auf der grünen Wiese.» Auch dies gelte es zu berücksichtigen.