Zolli Basel
Das Klammeraffenmädchen Inka übt den Einsatz ihrer dritten Hand

Vor drei Monaten kam im Zolli Basel das Klammeraffenmädchen Inka zur Welt. Nun unternimmt sie erste Ausflüge auf dem Rücken ihrer Mutter durch die neue Affen-Anlage und vollführt bereits zaghafte Turnübungen.

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Genau an dem Tag, an dem die neunköpfige Klammeraffen-Familie Mitte April ihre neu erstellten Anlagen im Zolli Basel bezogen, erblickte das Klammeraffen-Mädchen Inka das Licht der Welt. Das war vor 3 Monaten, seither entzückt das Neugeborene mit dem silberblonden, wilden Haarschopf die Besucher.

Nun begibt sie sich auf erste eigene Ausflüge durch die Anlage auf dem Rücken ihrer Mutter. Auch vollführt sie schon erste zaghafte Turnübungen und zeigt sich begeistert von den Trapezkünsten ihrer etwas älteren Spielkameraden Guapo und Guayana.

Der Charme des Taumelns

Die Fortbewegungsweise von Klammeraffen ist nicht mit derjenigen ihrer artverwandten, den Gibbons, zu vergleichen. Statt sich scheinbar schwerelos und Elegant zu bewegen, scheinen die Klammeraffen stets im Taumeln begriffen. Doch gerade in dieser Art liegt der Charme dieser Neuweltaffen.

Eine Besonderheit ist auch ihre «dritte Hand» - der Schwanz - mit dem sie sich scheinbar immer im letzten Moment an einem Ast festhalten können. Mit dieser «Hand hinter ihrem Rücken» halten sich die Neugeborenen auch am Rücken ihrer Eltern fest. So gesehen ist der mit unzähligen Tast- und Wärmesinneszellen besetzte, an seinem Ende unbehaarte Greifarm in seiner ersten Funktion ein soziales Organ. Diese Aufgabe behält er auch zeitlebens bei, beispielsweise, wenn die Klammeraffen in der Siesta eng umschlungen beisammen sitzen und der Laie vor lauter Greifschwänzen nicht mehr sagen kann, wie viele Tiere nun vor ihm liegen. (dme)