Es ist eine ewige Geschichte und sie ist trotz der Überwindung vieler Schwierigkeiten immer noch nicht ganz abgeschlossen. Die für Ende 2017 geplante vollständige Öffnung der Rheinuferpromenade von Basel St. Johann bis zum elsässischen Städtchen Huningue und zur Dreiländerbrücke nach Weil am Rhein wird erneut verschoben. Ursprünglich sollte sie 2012 fertig sein.

Die Fabrik Ugine Kuhlman hat in Huningue, direkt an der Grenze zu Basel, das Insektizid Lindan an der freien Luft gelagert. Das Foto wurde zirka 1972 aufgenommen.

Die Fabrik Ugine Kuhlman hat in Huningue, direkt an der Grenze zu Basel, das Insektizid Lindan an der freien Luft gelagert. Das Foto wurde zirka 1972 aufgenommen.

«Die grenzüberschreitende Rheinuferpromenade wird frühestens im letzten Quartal 2018 durchgehend geöffnet sein», teilt Novartis-Mediensprecher Daniel Zehnder der bz mit.

Gleich hinter der Schweizer Grenze hat Novartis die Federführung bei einem grossen Sanierungsprojekt übernommen: 55'000 Kubikmeter sind bis zu einer Tiefe von 14 Metern mit Nebenprodukten der Lindanproduktion verunreinigt.

Das Insektizid wurde von 1947 bis 1974 auf dem Areal am Rhein von der ehemaligen Firma Ugines Kuhlman produziert. Mit der Sanierung des Bodens, wo sich danach eine industrielle Kläranlage befand, «saniert Novartis eine Altlast, die nicht durch sie verursacht wurde.»
Die Kosten sind von ursprünglich 100 Millionen Euro auf das Doppelte gestiegen.

Die Gründe dafür, dass die Arbeiten erst Ende 2018 abgeschlossen werden, «liegen darin, dass sich die Sanierung aufwendiger und umfangreicher gestaltet und es Verzögerungen gibt, welche auf den niedrigen Rheinpegel zurückzuführen sind.» Der grösste Anteil der Aushubmenge werde per Schiff abtransportiert.

Die Rheinuferpromenade ist 2,4 Kilometer lang, wovon sich 550 Meter auf Basler Seite befinden. Für das aufwendige gestaltete Teilstück wurden 28 Millionen Franken investiert.

Bis nach Frankreich ist das Lindanwegli derzeit nur an den Wochenenden, und auch das nicht immer, geöffnet.