Basel
Das Museum der Kulturen glitzert jetzt unter neuer Haube

Der klassizistische Bau des Museums der Kulturen in Basel ist aufgefrischt und erweitert worden. Spektakulär ist das neue Dach aus schwarzgrünen, sechseckigen Keramikkacheln, das vom Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron konzipiert wurde.

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Ausstellung «Eigensinn - Inspirierende Aspekte der Ethnologie»
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Anna Schmid, Direktorin mit den Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron (v.l.)
Ein chinesischer Drache in der Ausstellung «Chinatown»
Ein Kostuem in der Ausstellung «On Stage - Die Kunst der Pekingoper»
Architekt de Meuron
Ausstellung «Eigensinn - Inspirierende Aspekte der Ethnologie»
Musikintrumente und Kostueme in der Ausstellung «On Stage - Die Kunst der Pekingoper»
Ein chinesischer Drache in der Ausstellung «Chinatown»
Neueröffnung Museum der Kulturen Basel 2011

Ausstellung «Eigensinn - Inspirierende Aspekte der Ethnologie»

Keystone

Zehn Jahre habe die Projektierung gedauert, sagte Direktorin Anna Schmid am Montag vor den Medien. Der Umbau beim Münsterplatz beschäftigte nebst Politikern, Architekten und Museumsleitung auch das Bundesgericht. Heimatschützer sahen durch die Dachaufstockung die geschützten Nachbargebäude beeinträchtigt.

Nun glitzern die Kacheln des «gefalteten Dachs» in verschiedenen Farben und beeindrucken durch ihre Originalität. Unter dem Dach befindet sich eine neue Halle mit unregelmässigen Schrägen. Die Halle wirkt überraschend, weil sich in den unteren Geschossen nur rechtwinklige Ausstellungsräume befinden.

«Die neoklassizistische Architektur galt es zu respektieren und zur Geltung zu bringen», sagte Architekt Jacques Herzog. Die alte Architektur sei teilweise «zugepflastert» gewesen. Nun sind in einigen Räume wieder die ursprünglichen Kassettendecken zu sehen.

Neueröffnung mit drei Ausstellungen

Das Museum der Kulturen, das den Eingang bisher mit demjenigen des Naturhistorischen Museums an der Augustinergasse teilte, ist neu vom Münsterplatz her erschlossen. Aus einem bisherigen Hinterhof gestalteten die Architekten einen grosszügigen Eingangsbereich. Über dem Museumseingang hängen zudem meterlange Pfähle aus denen Pflanzen wachsen.

Die Kosten für die Sanierung und Erweiterung des Museums betragen 28,6 Millionen Franken. Die Bauzeit dauerte zwei Jahre.

In den neuen Räumlichkeiten werden ab Dienstag drei Ausstellungen gezeigt. Präsentiert werden - bis 26. Februar 2012 - unter anderem prachtvolle Kostüme sowie Musikinstrumente und Requisiten der Pekingoper.