Neu gepflanzte Bäume werden die verbreiterten Trottoirs säumen und durchgehende Velostreifen für mehr Sicherheit sorgen. Dafür wird der Wasgenring von vier auf zwei Fahrspuren für den motorisierten Verkehr umgebaut. Das Ziel der Bauarbeiten ist es nämlich, einen Kompromiss zwischen einer neuen Strassenraumgestaltung und der nötigen Strassenkapazität zu finden.

Der Stau als Problemfaktor

2009 verlief die Volksabstimmung knapp zugunsten des Projekts. Grossrat Christophe Haller, der sich im Rahmen der Vorlage für deren Ablehnung eingesetzt hat, ist nach wie vor überzeugt, dass die Lebensqualität der Anwohner aufgrund der Zweispurigkeit des Wasgenrings abnehmen wird. «Niemand mag es, wenn er von der Terrasse aus Stau sieht», argumentiert er.

Trotzdem hat der Gesamtprojektleiter Thomas Weiss bei der Informationsveranstaltung für betroffene Anwohner, die vor ein paar Tagen stattfand, positive Reaktionen erhalten: «Wir haben darüber gesprochen, welche neuen Aspekte mit diesem Projekt verwirklicht und wie die Baumassnahmen ablaufen werden.» In diesem Zusammenhang seien nur sehr wenige negative Voten gefallen. «Ich hatte das Gefühl, dass sich die Leute grundsätzlich auf die Situation nach der Realisierung zu freuen scheinen.»

Tatsache ist, dass das Projekt steht. Auf die Problematik des Staus angesprochen, schwächt Weiss ab: «Es wird nach Abschluss der Bauphase nicht mehr Stau als jetzt geben.» Die Projektleitung habe im Voraus eine Prognose zugrunde gelegt, die dies bestätigt. «Nach der Eröffnung der Nordtangente hat der Verkehr am Luzernerring wie vorausgesagt zugenommen, südlich der Hegenheimerstrasse am Wasgenring dagegen tendenziell abgenommen.»

Nähe zu den Anwohnern

Damit die Interessen der Anwohner während des Baus berücksichtigt werden, arbeitet die Projektleitung mit einer Begleitgruppe zusammen. Diese besteht vor allem aus Vertretern verschiedener Institutionen, die vom Stadtteilsekretariat Basel-West koordiniert werden. Das Wasgenringschulhaus ist genauso Teil der Gruppe wie der Neutrale Quartierverein Kannenfeld oder das Felix-Platter-Spital. «Falls irgendwas nicht gut läuft, hält uns die Gruppe auf dem Laufenden und vertritt so die Anliegen der Betroffenen», sagt Weiss.

Nächste Woche starten die Verantwortlichen mit den Bauarbeiten im nördlichen und im südlichen Abschnitt. In der Hegenheimerstrasse warten sie mit der Umsetzung des Projekts bis zum Herbst 2013, wenn der Verkehr in der Burgfelderstrasse wieder uneingeschränkt zirkulieren kann. Warum diese lange Pause? Projektleiter Weiss erklärt: «Wir können nicht alle drei Teile gleichzeitig realisieren. Die Hauptzufahrtsachsen von und nach Frankreich sind von einem grossen Pendlerverkehr betroffen, den wir nicht umleiten können.»