Die USA hat gewählt. Donald Trump ist neuer US-Präsident. Die Reaktionen auf diese Nachricht schwanken in der Region zwischen Konsternation und Schockstarre.

SP-Grossrätin Sarah Wyss bringt die Stimmung, die bei den meisten vorherrscht mit einem einfahen Tweet auf den Punkt. Ihr einziger Kommentar ist «Mein Gott».

Der neu in den Basler Regierungsrat gewählte Conradin Cramer ruft zum Kämpfen auf.

SVP-Grossrat Joël Thüring kann den Zahlen noch gar nicht richtig glauben. Seinen Tweet setzte er noch vor der offiziellen Bekanntgabe von Trumps Sieg ab.

Grossrats-Präsidentin Dominique König-Lüdin (SP) machte gleich zu Beginn der gestrigen Grossrats-Sitzung klar, unter welchem Stern diese steht: Ganz in Schwarz gekleidet eröffnete sie die Tagung mit den Worten: «Ich glaube, ich habe die richtige Kleidung gewählt.» Die US-Wahlen waren das Hauptthema im Vorzimmer und im Café des Rathauses. 

Jeder hatte eine Meinung dazu. Regierungsrat und Nationalrat Christoph Eymann (LDP) bedauert Trumps Triumph. Trotzdem ist er davon überzeugt, dass das amerikanische System stark genug sei, «die Ausschläge dieser Solonummer zu korrigieren».

Anders sieht das Mustafa Atici, Grossrat der SP. Er schätzt die Situation als gefährlich ein, dass nun «eine Grossmacht wie die USA einen solch vergiftenden und unbedachten Präsidenten hat». Er sei zwar nicht überrascht, aber die Situation für Migranten in den USA habe sich dadurch verschlechtert.

SVP-Grossrat Eduard Rutschmann konstatiert: «Trump ist demokratisch gewählt, ob ich das gut finde oder nicht, ist irrelevant.» Es sei einfach schade, habe die USA nur ein Zwei-Parteiensystem. 

Der Baselbieter SP-Nationalrat Eric Nussbaumer schaut auf die Reaktionen von Europäischen Meinungsführern.

Seine Amtskollegin Silvia Schenker (SP) konzentriert sich angesichts des Ergebnisses lieber auf die «kleinen» Themen.

Und BDP-Landrat Marc Bürgi will sich gar ganz verkriechen...

Nur einer freut sich so richtig über die Amerikaner und ihre Wahl. Der gescheiterte Basler Grossratskandidat und Zahnarzt Garry Bonsall. Er schreibt auf seiner Facebook-Page: