Presseschau

Das sagen die Medien der Region zu den Basler Wahlen

Die Reaktionen der Basler Medien auf die Wahlen fallen sehr unterschiedlich aus.

Die Reaktionen der Basler Medien auf die Wahlen fallen sehr unterschiedlich aus.

Die überraschenden Ergebnisse der baselstädtischen Regierungsratswahl haben die Kommentatoren in den regionalen Medien unterschiedlich kommentiert.

Peter Knechtli vom Internetportal «Onlinereports» freut sich auf die neu zusammengesetzte Basler Regierung. «Diese wirklich neue Regierung hat Potenzial wie lange nicht mehr», schreibt er in seiner Analyse zur Wahl. Das Gremium «kann gar nicht anders, als sich in jedem umstrittenen Geschäft zusammenzuraufen». Einen besonderen Fokus legt Knechtli auf die neue Regierungsrätin Esther Keller von den Grünliberalen. Ihr sei die Fähigkeit zu attestieren, «in vier Jahren auch ohne bedeutende Hausmacht im Grossen Rat einen Leistungsausweis zu erbringen, der über rhetorischen Dampf hinausgeht».

Anja Sciarra von «Primenews» findet, dass Baschi Dürr «zunehmend unbeliebt» gewesen sei. «Die vielen bewilligten Demos, wie sie Basel erst am Samstag wieder erlebt hat und die Verschandelungen in der Innenstadt hinterliess, stiessen der bürgerlichen Wählerschaft sauer auf.» Ihr Verdikt ist klar: Der Freisinn ist in Basel am Ende.

«Keine Ahnung von lokaler Politik»

Andrea Fopp von «bajour» nimmt Baschi Dürr in Schutz. Er sei «bei den Demos liberal gegenüber links und rechts» und habe «in den letzten Jahren Ruhe in die einst konfliktuöse Polizei gebracht». Von Stephanie Eymann hält Fopp dagegen wenig, «vielmehr als Führungserfahrung» habe sie nicht und vor allem «keine Ahnung von lokaler Politik». Und noch weniger hält sie von Esther Keller, denn die «wechselt ihre Haltungen wie andere die Socken und verkauft das als Stärke».

Marcel Rohr von der «Basler Zeitung» begrüsst die «bitter nötige Frischzellenkultur im Regierungsrat». Denn, «steckt die Verkehrspolitik in einer Sackgasse, das Gewerbe hat sich mit dem Regierungsrat zerstritten, die Beizer und Kulturschaffenden fühlen sich in der Corona-Pandemie allein gelassen».

Das «Regionaljournal» ist zufrieden über die hohe Anzahl an Frauen im Regierungsrat, aber «der Kanton Basel-Stadt ist deswegen noch lange kein Vorreiter». Andere Kantone hätten bereits ähnliche Quoten und dies nicht erst seit diesem Jahr.

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Autor

Jolanda Sauta

Autor

Patrick Marcolli

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