«Ich habe es selber nicht in der Zeitung gesehen, aber diverse Bekannte haben es mir gezeigt und erzählt, was darin steht», sagt Samuel zur bz. Und wie Andrea Roth, Medienchefin des FC Basel, verrät, hat Samuel sogar das getan, was er sonst so selten tut: Er hat gelächelt, als sie ihm den Zeitungsausschnitt und die gesammelten Einsendungen der Fans gezeigt hat. Hat die Aktion also Wirkung gezeigt? «Ich habe mich sehr gefreut über die Anerkennung und die vielen Komplimente», sagt Samuel sichtlich gerührt und stolz. «So eine Reaktion habe ich nie erwartet.» Bewegt sie ihn dazu, noch weiteres Jahr seine Fussballschuhe zu schnüren? Noch ein weiteres Jahr den Gegnern mit seiner reinen Präsenz das Fürchten zu lehren? Noch ein weiteres Jahr im entscheidenden Moment zur perfekt getimten Grätsche anzusetzen, die oft kopiert, aber nie erreicht wurde?

Trikot als Trost

Leider nicht. Denn Samuel bleibt bei seinem Entschluss, der all seine Fans von Basel über Mailand, Madrid, Rom, Buenos Aires bis nach Rosario in tiefe Depressionen stürzen wird: Er hört auf. Punkt. «Diese Entscheidung war sehr schwer, aber sie ist dennoch definitiv.» So bleibt also nur die Gewissheit (und der schwache Trost), dass man Samuel noch sechs Mal beim Spielen bewundern kann. Drei Mal davon im Joggeli. An dem Ort, an dem er unerwarteterweise zum Helden wurde. «Hätte ich gewusst, was ich hier beim FCB vorfinde, dann wäre ich früher hierher gekommen», gibt er zu. Er, dieser schüchterne Weltstar, der für uns nicht einmal auf einem Foto posieren wollte, weil es ihm unangenehm wäre.

Für alle, die Liebesbekundungen eingeschickt haben, gibt es aber einen weiteren, ebenfalls nur schwachen Trost. Sie nehmen an der Verlosung eines signierten Match-Trikots von Samuel. Wer an dieser Verlosung auch noch teilnehmen will, der kann bis Dienstag, 3. Mai, 12 Uhr, seine Ode an Samuel an redaktion@bzbasel.ch einsenden.