Basel

Das sind die Basler Grossbaustellen 2014, die für Gesprächsstoff sorgen

Zum Erhalt der Tiefbauinfrastruktur betreibt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement rund 100 Strassenbaustellen im Jahr. Jährlich reisst das Tiefbauamt kilometerweise Asphalt auf. In diesen zehn Fällen wird das besonders umständlich.

Kritik an und schimpfen über Strassenbaustellen ist Basler Volkssport. 100 Strassenbaustellen hats im Moment in Basel und Ende Jahr werden es gleich viele sein. Doch bekanntlich entscheidet die Grösse. Und bis Ende Jahr kommen einige grössere Baustellen hinzu, die vor allem bei Autofahrern zu reden geben werden, auch wenn Regierungsrat Hans-Peter Wessels und sein Kantonsingenieur und Leiter Tiefbauamt, Roger Reinauer, an der gestrigen Medienkonferenz mehrfach betonten, dass die negativen Auswirkungen auf den Verkehrsfluss der Stadt meistens gering seien.

Gesprächsstoff werden diese zehn Strassenprojekte liefern:

• Grenzacherstrasse (Roche): Die Strasse wird saniert und umgestaltet. Gleichzeitig finden Leitungsarbeiten statt. Das Bauprojekt kostet 10 Millionen Franken und dauert von 2014 bis 2015. Die Strasse wird zeitweise gesperrt. Es wird im Mehrschichtenbetrieb gearbeitet; der Verkehr wird umgeleitet.

• Grenzacherstrasse (Allmendstr. bis Hörnliallee): Auch hier wird saniert mitsamt Werkleitungsbau. Die Arbeiten dauern 2014-2015 und kosten 5 Millionen Franken, Teilsperrung mit Umleitung ist nötig.

• Giornicostrasse (Reinacher- bis Predigerhofstr.): Werkleitungsbau, Sanierung, Kosten von 8 Millionen Franken, Arbeiten dauern noch bis 2015. Teilsperrung mit Umleitung.

• Grosspeterstrasse / Nauenstrasse: Leitungsbau und Sanierung für 2 Millionen Franken zwischen 2013-2015, Teilsperrung mit Umleitung.

• Elisabethenstrasse: Leitungsbau, Sanierung und Umgestaltung kosten 17.5 Millionen. Die Strasse wird komplett gesperrt. Erste Etappe 2014/2015 und die Zweite 2017/2018.

• Luzernerring / Wasgenring: Auch hier wird saniert, an den Werkleitungen gebaut und umgestaltet für 36 Millionen. Seit 2012 wird gebaut und das noch bis 2016. Teilsperrungen sind nötig.

• Elsässerstrasse / Hüningerstrasse: Strasse und Leitungen werden saniert. Das 30 Millionen teure Projekt dauert von 2013-2016 mitsamt Teilsperrungen für den Verkehr.

• Lehenmatt- / Reding- / Stadionstrasse: Für 10 Millionen wird zwischen 2014 und 2016 saniert. Den Einfluss auf die allgemeine Verkehrssituation schätzt das Tiefbauamt als gering ein.

• Spitalstrasse (Schanzen- bis Pestalozzistr.): Für 2 Millionen werden dieses Jahr Leitungen gebaut. Es wird Teilsperrungen geben.

• Sempacherstrasse: Auch hier sind Teilsperrungen notwendig für die Werkleitungsarbeiten. Diese kosten 2.5 Millionen und dauern von 2014 bis 2015.

So viele Baustellen, so viele Steuergelder, viel Stau und ästhetische Gräuel - warum muss so viel gebaut werden? Das Tiefbauamt verlässt sich auf seine Software, die den Verschleiss und die Kosten für den Werterhalt errechnet. Besonders rasch nutzen sich die 127 BVB-Gleiskilometer ab. Jährlich müssen 3.5 Kilometer Gleis ersetzt werden.

Bei den Strassen sind es 6.1 Kilometer, die in Basel jährlich ersetzt werden müssen. Insgesamt hat es 305 Strassenkilometer. Dieses Jahr gibt das Tiefbauamt 12.5 Millionen Franken für den Werterhalt der Strassen aus. Im Vergleich zu den 940 Millionen Franken Wiederbeschaffungswert, also wenn alles erneuert würde, sind das 1.3 Prozent.

Mit 55 Millionen Franken Finanzbedarf beanspruchen die IWB 2014 am meisten Geld für den Werterhalt der Werkleitungen. Doch auch das entspricht nur 1.2 Prozent dessen, was komplett neue Leitungen kosten würden. Monatlich werden alle Projekte koordiniert. Beteiligt sind folgende Stellen: Amt für Mobilität, BVB, IWB, Polizei, Stadtgärtnerei, Städtebau, Tiefbauamt und Swisscom.

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