Die Museumsnacht ist inzwischen ein dermassen grosser Anlass, da ist es schwierig, den Überblick zu behalten. Wir haben für Sie 10 Aktivitäten herausgesucht, von denen wir uns besonders viel versprechen. 

1. Basler Schoggi

Obwohl die Süssigkeit charakteristisch ist für die Schweiz, legt der Rohstoff eine halbe Weltreise hierhin zurück. Nicht so bei dieser Schoggi: Die Firma Rehmann hat den Basler Kakaobaum des Botanischen Gartens geerntet und zu Schokolade verarbeitet. An der Museumsnacht gibt es diese dort exklusiv zu kaufen. Um 18 Uhr beginnt der Verkauf. Wer einen Bissen erhaschen will, sollte sich beeilen: Aus 605 Gramm verwertbarem Rohkakao entstand am Schluss 2050 Gramm Basler Milchschokolade. Der Erlös geht an das Projekt «Dracula Forest Reserve» in Ecuador, dass von der Universität Basel begleitet wird.

2. Philosophie für alle

Der Aussenbereich der Stadtbibliothek Schmiedenhof.

Der Aussenbereich der Stadtbibliothek Schmiedenhof.

Sie würden auch gerne mal ihre Zuhörerschaft mit dem Kategorischen Imperativ beeindrucken und Fragen um den Utilitarismus halten Sie nachts wach? Dann sollten Sie zwischen 22.30 und 23.30 Uhr bei der GGG im Schmiedenhof vorbeischauen. Dort findet nämlich zusammen mit Thomas Meyer Stand-Up-Philosophie statt. 

3. Kino aus Muskelkraft

Der grosse gedeckte Vorplatz zum Haus für Elektronische Künste gleicht einer Bühne – wird im Sommer aber auch zur Café-Terrasse.

Der grosse gedeckte Vorplatz zum Haus für Elektronische Künste gleicht einer Bühne – wird im Sommer aber auch zur Café-Terrasse.

Sport und Kultur lässt sich oft schlecht vereinen – wie das geht, zeigt das Haus für elektronische Künste. Im dortigen Velokino muss man für cineastische Höhenflüge ordentlich in die Pedale treten. Gezeigt werden Animationsfilme vom Fantoche Festival.

4. Live-Tätowierungen

Es muss nicht unbedingt ein Motiv aus der Antike sein – wie hier Nofretete – die Tätowierer stechen auch andere Motive. Bild: zvg/Tattoo Harbor

Es muss nicht unbedingt ein Motiv aus der Antike sein – wie hier Nofretete – die Tätowierer stechen auch andere Motive. Bild: zvg/Tattoo Harbor

Das Antikenmuseum wartet mit einer sehr speziellen Aktion auf: Museumsbesucher können sich vor Ort tätowieren lassen. Vor Ort sind zwischen 18 und 22 Uhr die Tattoo-Künstler vom Studio Harbor. Auf Wunsch stechen sie ein historisches Motiv unter die Haut – aber längst nicht nur das. Auch modernere Sujets werden von den Profis erledigt – solange sie den zeitlichen Rahmen nicht sprengen. 

5. Dem Sprayer über die Schulter schauen

Museum Tinguely

Museum Tinguely

Die Graffiti-Szene gibt ja eher selten Einblick in ihre Kunst, vor allem deshalb, weil sich ein grosser Teil in der Illegalität bewegt. Beim Tinguely-Museum hingegen findet zwischen 18 und 2 Uhr ein Schaufenster von lokalen Sprayern statt. «Tingrueffiti» heisst der Programmpunkt. Das Museum bei der Solitude widmet den Abend ganz der Kunst des Schreibens und wartet ausserdem mit Kalligraphie-Lektionen und einer Schreibwerkstatt auf.

6. Eine verrückte Teerunde

Johnny Depp als der verrückte Hutmacher in der Disney-Verfilmung von «Alice im Wunderland.»

Johnny Depp als der verrückte Hutmacher in der Disney-Verfilmung von «Alice im Wunderland.»

Verrückt wie ein Hutmacher – nicht erst seit Johnny Depp die schrille Figur aus «Alice im Wunderland» mimte ist der «Mad Hatter» weltbekannt. Im Spielzeugmuseum bietet sich Interessierten nun die Möglichkeit, wie Alice einmal an einer Teerunde mit der Phantasie-Figur teilzunehmen. Um 19.30 Uhr sowie eine halbe Stunde vor Mitternacht bittet er zum Tee. 

7. Einmal ein Schiff steuern

Rheinschifffahrt im Basler Hafenbecken (Archiv)

Rheinschifffahrt im Basler Hafenbecken (Archiv)

Das Museum Verkehrsscheibe Schweiz stellt seinen Schiffführungs-Simulator zur Verfügung. Wenn Sie sich schon immer einmal wie ein Kapitän fühlen wollten, wäre dies wohl die ideale Gelegenheit dazu. Passend können Sie auch den Geschichten erfahrener Seebären lauschen, die diese zu jeder vollen Stunde bis 22 Uhr zum Besten geben. 

8. Live-Konzert von Adam Green

Adam Green – Carolina

Adam Green, das ist dieser etwas schräge Singer/Songwriter von der Insel. In der Fondation Beyeler, von der er grosser Fan ist, gibt er gleich zwei Konzerte zum Besten. Zudem kommen Besucher um 22 Uhr und Mitternacht in den Genuss einer Vorführung seines Kunstfilms «Aladdin».

9. Fliegen wie Mary Poppins

Mary Poppins, die Flugszene

Im Spielzeugmuseum lässt sich ein alter Kindheitstraum erfüllen: Fliegen wie Mary Poppins. Möglich macht's eine Greenbox. Das Museum knüpft damit an seine Ausstellung über Schirme an. Wer Spektakel sucht, kann sich im Schirm-Jonglieren versuchen, wer es ruhiger angehen will, kann sich an der Bar einen Drink mixen. Mit Schirmchen natürlich. 

10. Basteln, frei nach Beuys

Joseph Beuys’ «Schneefall» (1965) besteht aus 32 Filzdecken über drei Tannenstämmchen.

Joseph Beuys’ «Schneefall» (1965) besteht aus 32 Filzdecken über drei Tannenstämmchen.

Zum ersten Mal mit von der Partie an der Museumsnacht ist das Schaulager. Dafür haben sich die Verantwortlichen etwas Spezielles überlegt: Besucher dürfen sich nach dem Vorbild von Joseph Beuys einen «Schneefall» basteln, den sie auch nach Hause nehmen können. Das Angebot richtet sich speziell an Kinder und gilt zwischen 18.30 und 21.30 Uhr. (bro)

Haben wir etwas vergessen? Hätten Sie eine andere Veranstaltung bevorzugt? Schreiben Sie's unten in die Kommentarspalte!