Töff- und Velofahrer, Pferdegefährte, Bärchen mit Trommeln und anderen Utensilien oder eine Affen-Combo im Musikautomaten - bei den bewegten Spielzeugen scheinen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Einzelstücke aus 100 Jahren sind in der am Samstag eröffneten Sonderausstellung des Spielzeug Welten Museums zu sehen.
Bewegt und erschwinglich

Einst hatte sich die ärmere Bevölkerung nur einfaches, meist handgemachtes Spielzeug leisten können, und aufwendigere Stücke dienten in wohlhabenden Haushalten der Zerstreuung des Familienoberhaupts. Mit dem Aufkommen der Massenproduktion änderte sich indes auch die Herstellungsweise von Spielwaren, wie das Museum in einem geschichtlichen Abriss festhält.

So erschien ab der Mitte des 19. Jahrhunderts Blechspielzeug auf dem Markt. Dieses wurde weiterentwickelt zum mechanischen Spielzeug, das von einer aufziehbaren Spiralfeder in Bewegung versetzt werden konnte. Blechspielzeug war erschwinglich, und in den 1950er-Jahren gab es dann auch batteriebetriebene Automaten.

Vom Blech zum Kunststoff

Zu den begehrtesten Sammlerstücken gehören heute mechanische Spielzeuge früher deutscher Hersteller wie Lehmann, Schuco, Tippco, Bing und anderer, oft noch ganz aus Blech. Nach dem Zweiten Weltkrieg traten japanische Hersteller auf den Markt, die für ihre oft batteriebetriebenen Figuren auch Kunststoff oder Plüsch verwendeten.

Die Ausstellung im Spielzeug Welten Museum zeigt alle unterschiedlichen Typen der aufziehbaren oder batteriebetriebenen Spielzeuge. 70 Kurzfilme, direkt neben den einzelnen Stücken mit Beamern auf die Glasscheiben projiziert, führen deren Bewegungen vor. "Aufgezogen und aufgeladen" dauert bis zum 6. Oktober.

www.spielzeug-welten-museum-basel.ch