Stadtkino Basel
Das Stadtkino braucht dringend Geld für einen digitalen Projektor

Um mit den aktuellen Entwicklungen in der Filmindustrie mithalten zu können, benötigt das Stadtkino Basel einen digitalen Projektor. Kostenpunkt: 190'000 Franken. Noch fehlen mehrere zehntausend Franken. Kommt das Geld nicht zusammen, droht ein erheblicher Qualitätsverlust im Programm.

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Sie brauchen Geld für einen digitalen Projektor: Vize-Direktor Beat Schneider und Direktorin Nicole Reinhard.

Sie brauchen Geld für einen digitalen Projektor: Vize-Direktor Beat Schneider und Direktorin Nicole Reinhard.

Juri Junkov

Das Stadtkino Basel braucht Geld: 190'000 Franken müssen bis Ende Januar beschafft werden. Denn das Kino will aufrüsten. Die Filmindustrie der Gegenwart produziert digital - das Stadtkino hingegen führt seine Filme immer noch mit einem herkömmlichen 35-mm-Projektor vor. Damit das staatlich subventionierte Kino seinem Kulturauftrag gerecht werden und auch neue Filme in sein Programm aufnehmen kann, will es nun einen digitalen Projektor mit dazu gehörendem Server kaufen. «Wir wollen nicht im Jahr 2012 stehen bleiben, sondern auch die neusten Entwicklungen der Filmkultur zeigen» sagt der stellvertretende Direktor Beat Schneider dem «Regionaljournal» von Radio SRF.

Noch fehlen 25'000 Franken

Die für die Anschaffung benötigten 190'000 Franken sollen zu zwei Dritteln von Stiftungen bereit gestellt werden. Die restlichen 50'000 Franken will das Stadtkino bis Ende Januar durch Spenden einholen - noch fehlen 25'000 Franken. Obwohl das Kino durch Basel-Stadt finanziell unterstützt wird, möchte ihm der Kanton beim Digitalisierungs-Projekt nicht unter die Arme greifen. Der Kanton habe bereits die Subventionen für den Kauf von Film- und Kopierrechten erhöht, erklärt Jeannette Voirol, stellvertretende Leiterin der Abteilung Kultur, im «Regionaljournal». Sie fügt hinzu: «Der Kanton muss nicht bei jedem neuen Bedarf automatisch einspringen. Das Stadtkino geht den richtigen Weg, jetzt auch noch andere Geldquellen zu suchen.»

Beat Schneider hofft nun, das restliche Geld bis Ende Monat noch auftreiben zu können. Andernfalls drohen schmerzliche Einschnitte im Angebot. Gegenüber «Telebasel» gibt er zu: «Das wäre tatsächlich irgendwo das Ende des Stadtkinos. Wir könnten die Filme nicht mehr in der Qualität zeigen, die wir wollen.» (sra)