Bereits im August 2015 gab SVP-Nationalrat Sebastian Frehner bekannt, dass er sich geschäftlich von Parteikollege Joël Thüring abgrenze. Nachdem die «Basler Zeitung» publik gemacht hatte, dass der SVP-Grossrat wegen unbezahlter Militärpflichtersatzabgaben gepfändet werden sollte, sah Frehner die eigene Reputation bedroht. Wie die «Schweiz am Sonntag» berichtete, erfolgte die Trennung jedoch nicht postwendend. Erst im Januar 2016 trat Frehner aus der gemeinsamen Firma Aspero AG aus.

Als persönlichen Mitarbeiter beschäftigte er Thüring weiter. Per Ende März ist auch damit Schluss. Frehner beendet die Zusammenarbeit, wie er auf Anfrage bestätigt: «Wir lösen das letzte, gemeinsame Mandat auf.»

Dabei hätte es sich um einen Auftrag im Rahmen eines Pensums von rund 20 Prozent gehandelt, sagt Thüring. Seine Aufgaben waren es, die Sessionen vorzubereiten, Vorstösse zu koordinieren und die Agenda des Nationalrates zu führen. Damit sein persönlicher Mitarbeiter stets Zugang zum Bundeshaus hatte, erhielt Thüring von Frehner einen Badge. Diesen muss er nun ab- respektive weitergeben. An wen, will Frehner nicht sagen. Auch nicht, wer künftig die Aufgaben Thürings übernehmen wird.

Beide SVP-Politiker betonen, dass sie «ohne Streit» und «im Guten» auseinandergehen. Durch ihre politischen Ämter stehen sie ohnehin auch künftig in Kontakt. Thüring führt weiterhin das Sekretariat der Basler SVP – und Parteipräsident Frehner politisiert für die Partei in Bern.