Wie die „Schweiz am Sonntag“ berichtet, hat Basel-Stadt in diesem Jahr bislang sechs Zika-Fälle registriert. Dabei handelt es sich um Reisende, die sich im Ausland infizierten und den Virus nach Hause brachten.

Die effektive Zahl dürfte jedoch weitaus höher liegen. Eine Infektion bleibt bei bis zu achtzig Prozent der Fälle unbemerkt.

Nach bisherigen Kenntnissen verläuft die Viruserkrankung relativ ungefährlich, solange keine Schwangerschaft vorliegt. Dann kann er zu Missbildungen beim Ungeborenen führen. Wie der Chefarzt des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut, Christoph Hatz, sagt, hätten sich in den vergangenen Monaten wiederholt Schwangere gemeldet, die aus tropischen Regionen zurückkehrten. «Bislang sind alle von uns untersuchten Schwangeren negativ auf Zika getestet worden», sagt Hatz.

Das Virus überträgt die asiatische Tigermücke, die auch im Kanton Tessin heimisch ist. Wie Biologe Pie Müller vom Tropeninstitut sagt, wurden in den vergangenen Jahren einzelne Tigermücken in der Region gefunden. Deshalb führt Basel-Stadt mit dem Tropeninstitut nun ein gemeinsames Monitoring durch.