Unterhaltung
David Bröckelmann: «Die Figuren wählen mich aus»

Der Basler Kabarettist David Bröckelmann ist die Stimme des Kasperli und tourt mit seinem zweiten Soloprogramm. Letzten Samstag trat er bei «SF bi de Lüüt» auf. Im Interview mit der bz erzählt er von seinen weiteren Plänen und der Freude am Parodieren.

Jasmin Grasser
Merken
Drucken
Teilen
David Bröckelmann:

David Bröckelmann:

Peter Siegrist

Herr Bröckelmann, wie kam es zum Engagement bei «SF bi de Lüüt?»

David Bröckelmann: Ganz klassisch: Ich wurde vom Schweizer Fernsehen über mein Management angefragt.

Und Sie haben sofort zugesagt?

Natürlich. Die Aufgabe, mit der versteckten Kamera mitten in Fribourg Leute ein wenig aufs Glatteis zu führen ist etwas, das ich normalerweise nicht mache. Es hat mir sehr viel Spass gemacht und war ein Kontrast zu meinem üblichen Programm.

Was hat Ihnen daran gefallen?

Fribourg ist eine wirkliche hübsche Stadt und durch die Nähe an der Sprachgrenze sehr interessant. Mir gefällt auch die welsche Kultur.

Sie leihen Kasperli die Stimme und touren mit ihrem zweiten Soloprogramm «Ausser Plan». Haben Sie noch weitere Pläne?

Nein. Geplant sind vier Kasperli Hörspiele pro Jahr, die müssen aufgenommen werden. In meinem neuen Programm gibt es übrigens einen kleinen Sketch mit Kasperli – allerdings ist es als eine ironische Parodie und für Erwachsene gedacht.

Wie wählen sie die Personen aus, die Sie imitieren wollen?

Die Persönlichkeiten oder Figuren «wählen» immer mich aus. Eine Person muss mir liegen, ein bestimmtes Sprechmuster haben, das ich imitieren kann. Dialekt und Tonlage sind natürlich auch wichtig. Das merke ich ziemlich schnell.

Was ist die grösste Schwierigkeit beim Imitieren?

Ich muss die Person sehr exakt treffen, denn sie muss innerhalb von Sekunden erkennbar sein. Sonst ist die Imitation nicht gut und der Witz vorbei. Deswegen achte ich mich auch auf kleinste Details.

Wie kamen sie dazu, Prominente zu imitieren?

Ich habe schon als kleines Kind meine Umwelt imitiert, mit zwei, drei Jahren auch Kasperli. Für meine Soloprogramme habe ich mich deswegen für eine Mischung zwischen Schauspiel und Parodie entscheiden.