Bettler auf der Allmend

De-Wette-Park tagsüber wieder frei – Bettler dürfen nur noch übernachten

Der Pavillon im De-Wette-Park ist tagsüber wieder frei von den Habseligkeiten der Bettelnden.

Der Pavillon im De-Wette-Park ist tagsüber wieder frei von den Habseligkeiten der Bettelnden.

Der De-Wette-Park hat sich in letzter Zeit zu einem Zusammenkunfts- und Übernachtungsort für Bettler entwickelt. Der Pavillon diente mehreren Fahrenden als Nachtunterkunft. Tagsüber liessen sie ihr Hab und Gut dort, während sie in der Stadt unterwegs waren. Dies soll nun ein Ende haben.

Seit ein paar Tagen findet man tagsüber keine Habseligkeiten der Bettler mehr im Park. Diese veränderte Situation ergab sich aus einem Gespräch von letzter Woche zwischen den Bettlern und Vertretern der Polizei sowie der Stadtgärtnerei. Dies sagt Toprak Yerguz, Sprecher der Basler Kantonspolizei, gegenüber der BaZ: «Den Bettelnden wurde erklärt, dass sie sich tagsüber nicht im Park aufhalten dürfen und alles wegräumen müssen, was sie nachts allenfalls benötigt haben.»

Im Gespräch wurde den Bettlern mitgeteilt, dass alles, was am Morgen nicht weggeräumt sei, entsorgt werde. Die Mediensprecherin des Bau- und Verkehrsdepartements, Nicole Ryf-Stocker, erklärt gegenüber der BaZ, es ginge nicht, dass die Gruppe die Parks für sich beanspruche und Abfall liegen lasse. Der Park solle tagsüber der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Gespräch zeigte Wirkung

Die Bettler halten sich an die Anordnung, bestätigt Ryf-Stocker. Da es in der Stadt aber kein Übernachtungsverbot in den Parks gibt, kann man die Bettlergruppe nur tagsüber verweisen. In der Tat nächtigen die Fahrenden nach wie vor im De-Wette-Park. Die BaZ hat am Dienstagmorgen beobachtet, wie sie ihre Sachen im Pavillon zusammenpackten.

Zum Weggang hat die jüngste Interaktion der Polizei und der Stadtgärtnerei die Gruppe aber nicht bewegt. Yerguz sagt gegenüber der BaZ, dass in der Stadt keine Abnahme von bettelnden Personen regisitriert wurden.

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