«Goalgetter. TV»

Degen steigt bei seinem eigenen Projekt aus

Das Medienprojekt raubte dem ehemaligen FCB-Spieler David Degen laut eigenen Angaben zu viel Zeit. (Archiv)

Das Medienprojekt raubte dem ehemaligen FCB-Spieler David Degen laut eigenen Angaben zu viel Zeit. (Archiv)

Mit seinem Videoportal «Goalgetter. TV» wollte David Degen die Welt erobern. Doch nach nicht Mal einem Jahr hat er schon wieder genug von seinem Projekt.

Kein Jahr ist es her, seit im Juni 2015 das Videoportal «Goalgetter. TV» lanciert wurde. Das Portal, das eine Mischung aus Youtube und Instagram sein sollte, war das Projekt von Ex-FC-Basel-Spieler David Degen. Zusammen mit einem Team von zehn Leuten wollte er die Firma mit Sitz in Berlin gross machen. Gegenüber der «Schweiz am Sonntag» sagte Degen damals: «Die Schweiz ist nur ein kleiner Markt, Goalgetter TV soll alle Kontinente erobern und das führende Social-Media-Portal für Fussballfans werden.»

Ausstieg bereits Anfang Jahr

Degen war so engagiert, dass er für alles andere laut eigenen Aussagen kaum noch Zeit hatte. Er wollte diverse Vereine an Bord holen. Anstatt dass jeder Klub seine Beiträge vom Abschlusstraining oder Kurzinterviews bloss auf die eigene Website lädt, sollten sie Goalgetter TV beliefern. Um sein «Baby» bekannter zu machen schloss Degen in der Funktion als Geschäftsführer der «Goalgetter AG» Ende September 2015 eine Partnerschaft mit «Rotblau» ab, der App für FCB-Fans.

Zehn Monate später sieht die Welt komplett anders aus. Wie «rotblauapp.ch» auf seiner Homepage schreibt, kam es intern bei «Goalgetter. TV» zu Unstimmigkeiten. Dies führte dazu, dass Degen bereits Anfang des Jahres bei seiner Firma ausgestiegen ist. Aufgrund des Aussteiges von Degen hat auch «Rotblau» beschlossen, die Zusammenarbeit einvernehmlich zu beenden.

«Rotblau» schreibt weiter, dass die App ohne solche Partnerschaften nicht existieren könne. Denn seit der Kooperation mit Degens Firma wurde die Videoberichterstattung massiv ausgebaut – was finanziell nur dank «Goalgetter. TV» möglich war. Deshalb suchen die Betreiber der App Wege, um die Zukunft von «Rotblau»sicherzustellen. (CFE)

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