Rheinschwimmen
Den Rhein zu überqueren ist nicht empfohlen, aber erlaubt

Nicht verboten aber gefährlich: Das Überqueren des Rheins für Schwimmer ist grundsätzlich erlaubt. Die Polizei rät jedoch davon ab.

Samuel Hufschmid
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Der Badespass im Rhein kann gefährlich werden. (Archiv)

Der Badespass im Rhein kann gefährlich werden. (Archiv)

Roland Schmid

Dasselbe gilt für weitere, auf dem Plakat «Wegweiser zum Rheinschwimmen» rot eingefärbte und als «Gefahrenzone» bezeichnete Gebiete. Explizit verboten ist das Schwimmen im Rhein lediglich im Hafenbecken und im Rhein längs der Ufer des Hafengebiets sowie in der Stauhaltung des Kraftwerks Birsfelden und zirka 200 Meter unterhalb vom Stauwehr, wie der «Polizeivorschrift betreffend Baden in öffentlichen Gewässern» zu entnehmen ist.

Gefahrenkarte Rhein

Gefahrenkarte Rhein

Vor elf Jahren hat die Regierung nach einem tragischen Unfall ein Überquerungsverbot erwägt. Damals wurden zwei Schwimmerinnen von einem Wasserski-Boot überfahren und dabei schwer verletzt. Nach erheblichem Widerstand aus der Bevölkerung wurde das Verbot dann aber nicht durchgesetzt. Dafür wurde der Rhein aber in die heute noch gültigen gefährlichen respektive ungefährlichen Zonen eingeteilt. Zudem wurden die Zonen mittlerweile mit blauen Bojen markiert.

Dass das Schwimmen offiziell nicht verboten ist, kann bei einem Unfall Auswirkungen auf den Versicherten haben, wie Barbara Senn von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) auf Anfrage sagt. «Es gibt Situationen beim Flussschwimmen, bei denen es zu Kürzungsfällen kommen könnte, weil grobfahrlässig gehandelt wurde oder ein Wagnis vorliegt.» Ein Verbot sei jedoch noch kein Grund für eine Kürzung. «Sollte ein Unfall in einem der gemäss Gesetz verbotenen Gebiete geschehen, würden die Unfallversicherungen jedoch eine Kürzung prüfen», sagt Senn.