Ursprünglich war vorgesehen, das DBM im Altbau des Biozentrums unterzubringen. Bau- und betriebstechnische Untersuchungen hätten aber gezeigt, dass ein Neubau die einzig sinnvolle und die wirtschaftlichste Lösung sei, teilten die Regierungen beider Basel am Mittwoch mit.

Altes Biozentrum wird abgebrochen

Verwirklicht werden soll der DBM-Neubau am Standort des alten Biozentrums, der nach Bezug des neuen Biozentrums voraussichtlich ab 2018 leer stehen wird. Für den Rückbau des alten Biozentrums, mit dem eine Schadstoffsanierung verbunden ist, wird ein Kredit von 8 Millionen Franken beantragt. Baselland soll davon maximal 4 Millionen Franken tragen.

Die Investitionen für den DBM-Neubau werden auf 212 Millionen veranschlagt. Diese müssen von der Universität Basel aufgebracht werden. Um der Uni möglichst gute Finanzierungskonditionen zu sichern, beantragen die Regierungen den Parlamenten in Basel und Liestal eine Kreditsicherungsgarantie.

Die beiden Trägerkantone der Universität übernehmen dabei die Verantwortung für die Garantie je zur Hälfte, heisst es in der Mitteilung. In einem neuen Finanzierungsmodell, das eine Pauschale für Beschaffung und Unterhalt der Universitäts-Infrastrukturen vorsieht, sind auch die Folgekosten von 9 Millionen Franken pro Jahr für den Betrieb des Neubaus enthalten.

Heute an fünf Standorten

Das im Jahr 2000 entstandene DBM, das die gesamte Laborforschung der Uni Basel vereint, ist heute auf fünf Standorte verteilt. Der neue Standort mit der Universität, dem Universitäts-Kinderspital beider Basel, dem Universitätsspital und der universitären Grundlagenforschung wird in der Mitteilung als "ideal" bezeichnet.

Der DBM-Neubau ist das dritte und letzte Projekt der ersten Etappe des Life-Sciences-Campus auf dem "Schällemätteli". Bei den beiden andern Projekten handelt es sich um den 200 Millionen Franken teuren Neubau für das Departement Biosysteme der ETH Zürich sowie um das neue Biozentrum, für das mit Kosten von 328 Millionen Franken gerechnet wird.