Deponie Roemisloch
Allschwil und Chemiefirmen reden miteinander

In den Streit um die ehemalige Chemiemülldeponie Roemisloch in Neuwiller (F) kommt Bewegung: Nach Jahren Funkstille hat die IG der Chemiefirmen Novartis, Syngenta und BASF die Gemeinde Allschwil vergangene Woche kontaktiert.

Hans-Martin Jermann
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Augenschein der Gemeinde Allschwil am 12.6.2021: Der Roemislochbach schwemmte Schadstoffe wie z. B. das gefährliche Benzidin (Auslöser von Blasenkrebs) das Tal hinunter.

Augenschein der Gemeinde Allschwil am 12.6.2021: Der Roemislochbach schwemmte Schadstoffe wie z. B. das gefährliche Benzidin (Auslöser von Blasenkrebs) das Tal hinunter.

Gemeinde Allschwil

Darüber berichtet das «Regionaljournal Basel» von SRF. Grund ist das krebserregende Benzidin, das die Gemeinde Allschwil im Rahmen eigener Messungen im Roemisbach nachgewiesen hat. Zuvor hatte die IG stets betont, dass die Deponie saniert sei.

Aufgrund des neuen Sachverhalts im Bericht der Gemeinde habe man eine Studie in Auftrag gegeben, sagt Hans-Jürg Reinhart, Projektleiter der IG im SRF-Bericht.

Grundsätzlich sei die Deponie Roemisloch aber korrekt saniert, hält Reinhart fest. Die Restbelastungen würden im Laufe der Jahre ausgeschwemmt und in der Natur abgebaut. Die Konzentrationen nähmen ständig ab und seien etwa im Neuwillerbach kaum mehr nachweisbar. Die Gemeinde fordert indes, dass die Deponie «richtig und nachhaltig» saniert wird. Das sei erst dann der Fall, wenn keine Substanzen mehr die Gewässer belasten, sagt CVP-Gemeinderat Philippe Hofmann.

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