Tödliche Fahrt
Der Amokfahrer ist nach seiner Tat noch nicht einvernahmefähig

Der psychisch kranke Täter, der am Dienstagabend in Basel mit einem geraubten Auto ein Blutbad mit einer Toten und sieben Verletzten angerichtet hatte, kann vorerst nicht einvernommen werden. Dies gab die Basler Staatsanwaltschaft bekannt.

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Blumen und Kerzen zeugen von der Amokfahrt auf der Mittleren Brücke.
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Tiefer Schock nach der Amokfahrt auf der Mittleren Brücke.
Auf der Mittleren Brücke zeugen die polizeilichen Markierungen noch von der schockierenden Tat von gestern.
Blumen wurden zum Gedenken an die Opfer der Amokfahrt.
Die Mittlere Brücke war die ganze Nacht gesperrt.
Auf der Mittleren Brücke und Schifflände ereignete sich ein schwerer Unfall. Hier an der Schifflände.
Auf der Mittleren Brücke und Schifflände ereignete sich ein schwerer Unfall. Die Brücke wurde am Abend vollständig gesperrt.

Blumen und Kerzen zeugen von der Amokfahrt auf der Mittleren Brücke.

Keystone

Die Staatsanwaltschaft habe den 27-jährigen Mazedonier am Mittwochnachmittag in seiner Isolationszelle in den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK) aufgesucht, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage. Der Mann habe sich jedoch als nicht einvernahmefähig erwiesen.

Die Ermittlungen der Basler Staatsanwaltschaft zur Irrfahrt laufen weiterhin auf Hochtouren. Die Sonderkommission, die nach dem Drama eingesetzt wurde, sucht jetzt nach Fotos und Filmaufnahmen, die Passanten mit ihren Mobiltelefonen gemacht haben. Das Bildmaterial soll helfen, die verschiedenen Schauplätze des Dramas am Blumenrain und auf der Mittleren Brücke zu rekonstruieren.

Der in der Schweiz aufgewachsene Mazedonier war am Dienstagabend gewaltsam aus der für Straftäter bestimmten geschlossenen Abteilung der UPK ausgebrochen. Am Voltaplatz raubte er ein Auto, mit dem er die verhängnisvolle Irrfahrt unternahm. Die Staatsanwaltschaft schliesst nicht aus, dass er schon unmittelbar nach seiner Flucht aus der UPK versuchte, an ein Auto zu kommen.