Birsig

Der Bach soll wieder ins Bewusstsein gerückt werden

Herzog & de Meuron: «Ohrmuschel».

Herzog & de Meuron: «Ohrmuschel».

Der Basler SP-Grossrat Otto Schmid und seine Mitstreiter in einem neuen Anlauf, den Birsig am Marktplatz teilweise wieder freilegen zu lassen. Mit einem Vorstoss soll die Regierung die Möglichkeiten prüfen.

Bisher waren alle Versuche erfolglos. Nun aber starten der Basler SP-Grossrat Otto Schmid und seine Mitstreiter einen neuen Anlauf: Sie wollen den Birsig am Marktplatz teilweise wieder freilegen lassen und regen die Regierung mit einem Vorstoss an, Möglichkeiten zu prüfen.

Schmid erinnert an das Projekt «Ohrmuschel», welches die Architekten Herzog und de Meuron im Zuge der Platzneugestaltung von 1979 erarbeitet hatten. Vorgesehen war ein fünf Meter langer Einschnitt, der mit einem engmaschigen Gitter gedeckt worden wäre. So hätte der aus dem Stadtbild verschwundene Birsig zumindest wieder hörbar gemacht werden sollen.
«Damit würde unser Bach wieder ins Bewusstsein gerückt», wirbt Schmid. «Heute laufen jeden Tag so viele Menschen über den Marktplatz, ohne zu wissen, dass unter ihnen der Birsig durchfliesst.» Mit einer solchen Variante sei zudem keine Grossbaustelle nötig. «Wir wollen niemanden aufschrecken», versichert der SP-Grossrat.

Der Birsig war bereits im Mittelalter in sein Gewölbe verbannt worden. Mit zunehmendem Landbedarf erfolgten stadtauswärts kontinuierliche Erweiterungen. Schon beim Birsigparkplatz sollte der Bach wieder freigelegt werden. 2011 hatte der Grosse Rat einen entsprechenden Beschluss gefasst. Passiert aber ist noch nichts. Das Baudepartement will die Arbeiten erst starten, wenn für die rund hundert Parkplätze Ersatz geschaffen ist.

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Autor

Daniel Ballmer

Daniel Ballmer

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