Abstellplätze
Der Basler Bahnhof soll endlich mehr Velo-Parkplätze kriegen

Das Amt für Mobilität Basel-Stadt und die SBB haben ein Konzept erarbeitet, das das Angebot an Velo-Abstellplätzen am Basler Bahnhof verbessern soll. Das Konzept wird als Planungshilfe dienen und zeigt mögliche weitere Standorte für Parkplätze.

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Dicht an dicht: Übervolles Veloparking unter dem Bahnhof SBB.

Dicht an dicht: Übervolles Veloparking unter dem Bahnhof SBB.

bz Basellandschaftliche Zeitung

Die Zeit der wild abgestellten Velos am Basler Bahnhof soll bald vorbei sein. Die SBB und das Amt für Mobilität Basel-Stadt wollen das bisherige Angebot von 3000 Velo-Abstellplätzen ausbauen. «Das aktuelle Angebot rund um den Bahnhof deckt bereits heute die Nachfrage nicht ausreichend ab», heisst es in einer Medienmitteilung des Bau- und Verkehrsdepartements und der SBB. Ein gemeinsam erarbeitetes Konzept setzt sich nun zum Ziel, das Angebot «nicht nur am heutigen Bedarf, sondern auf die langfristige Entwicklung des Bahnhofs auszurichten.»

Finanzierung noch offen

Das Konzept beinhaltet übergordnete konzeptopnelle Aussagen zur möglichen Entwicklung von Veloabstellanlagen im Perimeter des Bahnhofs und soll als Planungshilfe dienen. Es zeigt dazu mögliche Stadnorte von kurz-, mittel- und langfristig realisierbaren Velo-Parkplätzen auf, welche abgestimmt auf die nach heutigem Planungsstand tangierten Grossprojekte etappiert umgesetzt werden sollen. Die Weiterentwicklung der einzelnen Anlagen erfolge im Rahmen des jeweiligen Grossprojektes, schreibt das Baudepartement.

Im Konzept ist allerdings nicht fesgehalten, wer für die Erstellungs-, Betriebs- und Unterhaltskosten der angedachten Anlagen aufkommen wird. Das werde bei den einzelnen Anlagen konkret verhandelt, heisst es in der Mitteilung.

Noch mehr Bedarf

Die Prognosen zur zukünftigen Entwicklung der Bahn gegen im Zeithorizont von 2020 bis 2030 von einer deutlichen Zunahme der Passagierzahlen aus. Zudem will Basel mit der Umsetzung des Gegenvorschlags zur Städteinitiative den motorisierten Individualverkehr um zehn Prozent senken. «Dies wird den Anteil des öffentlichen Verkehrs und des Veloverkehrs am Gesamtverkehr weiter erhöhen und zu einem zusätzlichen Anstieg der Passagierzahlen führen», heisst es in der Mitteilung.