Das Empfangs- und Verfahrenszentren (EVZ) in Basel soll genauso zu einem Bundeszentrum ausgebaut werden wie die Zentren in den Grenzstädten Altstätten SG, Kreuzlingen TG, Vallorbe VD und Chiasso TI. Damit endet das Rätselraten darüber, wo die ersten grösseren Bundesasylunterkünfte stehen sollen. Das schreibt die «Sonntagszeitung».

Für die zuständige Arbeitsgruppe aus Bund und Kantonen ist der Ausbau der EVZ offenbar der aussichtsreichste Weg, um die geplanten Bundeszentren realisieren zu können. Der Bund will damit, wie schon länger bekannt, die Kapazität der EVZ von heute 1200 auf etwa 3000 Plätze erhöhen. Dies würde ausreichen, um 80 Prozent der Dublin-Fälle im EVZ zu regeln. Bei den Dublin-Fällen handelt es sich um Asylbewerber, die bereits in einem Schengen-Staat Asyl beantragt haben. Sie können an diesen Erststaat zurückgeschickt werden.

Kürzere Verfahren durch Bündelung der Kräfte

Die Arbeitsgruppe unter der Co-Leitung von Migrationsamtsdirektor Mario Gattiker und Hans-Jürg Käser, Präsident der Kantonalen Polizei- und Justizdirektorenkonferenz (KKJPD), wird Justizministerin Sommaruga laut «Sonntagszeitung» noch vor der Sommerpause Vorschläge zur Verfahrensbeschleunigung vorlegen, bei denen der EVZ-Ausbau bevorzugt wird.