Littering
Der «Drägg Sagg» kommt wieder in die Stadt

Die warme Zeit naht langsam, der öffentliche Raum wird mehr genutzt. Das bringt mehr Abfall. Die Kampagne «Drägg Sagg» soll dazu beitragen, Littering in Basel einzudämmen.

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Der in Basler Läden verteilte «Drägg Sagg» soll dazu animieren, seinen Abfall nicht einfach liegen zu lassen. (Archiv)

Der in Basler Läden verteilte «Drägg Sagg» soll dazu animieren, seinen Abfall nicht einfach liegen zu lassen. (Archiv)

Keystone

Zum dritten Mal wird die «Drägg Sagg»-Kampagne lanciert. Das Ziel: Die Leute zu sensibilisieren und Littering verhindern. Neu an der Kampagne ist diesmal, dass Lehrlinge von Coop, Manor, Migros und Valora das Projekt unterstützen. Sie waren an einer Medienkonferenz am Donnerstag anwesend. Das Thema «liegt am Herzen» wie Matthias Nabholz, Leiter des Amts für Umwelt und Energie Basel-Stadt, sagt. Das wird auch gleich symbolisch dargestellt. Die T-Shirts der Lernenden ziert ein rotes Herz. Darin steht geschrieben: «Halt Basel suuber.» Für Mathias Böhm, Geschäftsleiter der Pro Innerstadt, ein Zeichen der Stadtliebe.

Das Prinzip ist simpel. In den Läden wird anstelle von gewöhnlichen weissen Säcklein der «Drägg Sagg» verwendet, um die Produkte einzupacken. Durch die visuelle Gestaltung des Sacks soll zum Entsorgen animiert werden. Das läuft so lange, bis die Säcke ausgehen. Die Kampagne kostet «wenige tausend Franken», sagt Nabholz. Den Nutzen dieser Aktion auszuwerten sei schwierig, gibt er zu. Lediglich lässt sich sagen, dass Basler Bewohner nach einer Umfrage das Problem nicht als zunehmend wahrnehmen. Gabriel Barell, Direktor des Gewerbeverbandes Basel-Stadt, spricht von einer «persönlichen Affinität», saubere Strassen seien ihm sehr wichtig. Für ihn stellt Littering einen Störfaktor dar und er verweist darauf, dass die Schweiz das «Image der Sauberkeit» verloren habe, was sich auf die Volkswirtschaft auswirke. Ein sauberes Basel verkaufe mehr als eines, das als schmutzig wahrgenommen wird. (wal)