Feinschliff

Der dreistöckige Oris-Stand steht dort, wo die ganz Grossen residieren

Oris-Chef Ulrich W. Herzog.

Oris-Chef Ulrich W. Herzog.

Die Uhrenpavillons der grossen Hersteller sind sehr aufwendig. Jetzt, zwei Wochen vor Beginn der weltgrössten Uhren- und Schmuckmesse der Welt, macht Herzog eine kurze Zwischenbilanz mit dem Standbauer.

Ohä. Ein Tisch ist verschwunden. «Wir werden euch einen neuen machen», sagt Andy Böckli, CEO der Standbaufirma Adunic, und ein absoluter «No Problem»-Typ. «Ja, wir brauchen effektiv jeden Tisch. Wir sind völlig ausgebucht», sagt Ulrich W. Herzog, CEO der Hölsteiner Uhrenfirma Oris. An diesen Tischen finden an der kommenden Baselworld Gespräche zwischen den 70 bis 80 Oris-Verkäufern, Importeuren und Händlern statt.

Jetzt, zwei Wochen vor Beginn der weltgrössten Uhren- und Schmuckmesse der Welt, macht Herzog eine kurze Zwischenbilanz mit dem Standbauer. Der Oris-Stand, ein dreistöckiges Gebäude zum Preis einer mittelgrossen Villa, steht im Parterre der Halle 1 – dort, wo die ganz grossen Marken residieren, wie Rolex, Breitling, Hublot und die klingenden Namen von Swatch wie Omega und Tissot. «Wir gehören zur Champions League», sagt Herzog. Er ist im grossen Ganzen zufrieden. Natürlich gibt es überall noch kleinere Retuschen anzubringen: fehlende Sockelleisten montieren, ein Decken-Spotlight anschrauben, eine weisse Wand neu streichen. Der Pavillon ist bereits zum zweiten Mal, Teile davon gar zum dritten Mal in Gebrauch. Da müssen teilweise Transport- und Lagerschäden beseitigt werden, die vom vormaligen Standbauer stammen.

Böckli wird ein paar Sachen anders machen «Wir müssen schon jetzt ans Einpacken und Lagern denken.» Er macht einen durch und durch aufgestellten Eindruck. Oris war einer der ersten Kunden der Firma Adunic. «Ulrich Herzog hat mir von der ersten Sekunde an vertraut. Abgemacht haben wir per Handschlag, die Verträge folgten später.» Böckli hatte sich mit drei Partnern nach einem Zwist in der Vorgängerfirma Nüssli, wo er CEO war, selbstständig gemacht.

Dass es mal Meinungsverschiedenheiten gibt, mag vorkommen. Das Unglaubliche war hingegen, dass sich bei Böckli gleich 40 Nüssli-Mitarbeiter bewarben. Innert neun Monaten hatte die neue Firma Aufträge in der Höhe von 50 Millionen hereingeholt. «Und das nicht bei ehemaligen Nüssli-Kunden», betont er. Adunic ist unter anderem an der Expo in Mailand tätig, machte Events in Frankfurt (Audi) und Paris (VW), produzierte ein Pavillon an der SSIH in Genf für Audemars Piguet (Böckli: «Ein Traumjob»). Der Oris-Pavillon ist im Vergleich zu den Nachbarn weit fortgeschritten. Die Staffelung der Bauten ist Absicht. Dies vermindert die Logistikprobleme im und um das Gebäude. Die ganze Ware muss angeliefert werden, auch der Aufbau mit Gabelstaplern und einem kleinen Kran braucht Platz.

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