Seit einigen Tagen kann man sich wieder von der schlichten Pracht des 1934 errichteten Gebäudes überzeugen: Trinkler Stula Achille Architekten aus Basel haben dieses Kleinod der Moderne in rund sechsmonatiger Umbauarbeit und für etwas mehr als eine Million Franken auf Vordermann gebracht. Das heisst: Sie haben es, in Zusammenarbeit mit der Baselbieter Denkmalpflege, so weit wie möglich wieder zum Originalzustand zurückgeführt.

Vieles war noch erhalten, wie zum Beispiel die Holzfenster oder die Spinte aus Metall. Einiges war aber zu viel. Vor allem der in den fünfziger oder sechziger Jahren hinzugefügte Anbau, der den Sportlerinnen und Sportlern als kleines Restaurant diente. Die Architekten liessen ihn komplett entfernen.

Ohne diese banale Konstruktion und mit der rekonstruierten Betontreppe zur Dachterrasse sieht das Gebäude wieder so aus, wie es der damalige Kantonsbaumeister und Architekt Julius Maurizio (1894–1968) beabsichtigt hatte: als elegantes, funktionales Gebäude, einem kleinen Dampfschiff gleich. So, wie es die Architekten in den dreissiger Jahren in der Schweiz, die dem Credo des damals trendigen deutschen Bauhauses verpflichtet waren, hie und da hervorbrachten: als Bahnhofsgebäude, als Schiffsanlegestelle oder als Teil von öffentlichen Schwimmbädern.

Die Rückführung zum Originalzustand war nur im Rahmen eines Gesamtkonzepts für die Sportanlagen St. Jakob möglich. Neu beherbergt der Bau deren Betriebsleitzentrale: Der Platzwart sitzt im eleganten runden Gebäudekopf und steuert von dort beispielsweise den Strom, er überwacht die Garderobennutzung oder gibt die Schlüssel für viele Gebäude ab. Ein Ersatz für das kleine Restaurant soll an anderer Stelle folgen.

So steht das Häuschen nun wieder da wie anno 1934. Nicht mehr ganz so einsam wie damals, denn heute ist es umgeben vom Leichtathletikstadion, dem Parking oder der Eishalle. Aber genau so schlicht und ergreifend.