Der Flughafen hat die modernsten auf dem Markt erhältlichen «Pistenfahrzeuge» in Betrieb genommen. Die Feuerwehr-Fahrzeuge des österreichischen Herstellers Rosenbauer namens «Panther» haben eine Löschkanone auf dem Dach und vor der Führerkabine, die von dort aus mit einem «Stick» gesteuert werden können. Am Donnerstag wurde den Medien auf dem Euro-Airport ein kurzer Einsatz demonstriert.

Eindrücklich: Die Wasserwerfer auf dem Dach haben eine Reichweite von 70 bis 80 Metern und einen Durchsatz von bis zu 4000 Litern Wasser pro Minute, wahlweise mit Schaum. Sie verfügen über einen 9100-Liter- Wassertank, einen Schaumtank von 1200 Litern und haben 250 Kilo Pulver an Bord. Die Maximalgeschwindigkeit beträgt 120 km/h. Damit ist die Feuerwehr nach spätesten drei Minuten in der hintersten Ecke des Flughafens. Der 700-PS-Motor erlaubt dem Dreiachser, Steigungen von bis zu 50 Prozent (!) zu überwinden.

Das Fahrzeug ist stark automatisiert. So kann der Fahrer den Motor schon von aussen starten, gleichzeitig gehen alle Systeme in Bereitschaft. Währenddessen können der Fahrer und sein Begleiter die Schutzkleidung anziehen. Damit werden je nach dem lebensrettende Sekunden gespart. Überwachungskameras, auch mit Infrarot, erleichtern den Feuerwehrleuten die Übersicht.

Pflügen mit 65 km/h

Die neun Schneepflüge von der norwegischen Firma Overaasen sind ebenfalls sehr leistungsfähig. Sie räumen mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 65 km/h. Die verschneite 3,9 Kilometer lange Piste soll in 30 bis 40 Minuten geräumt sein. Die Fahrzeuge sind mit einem rund sechs Meter breiten Pflug, einer Bürste mit einer Reinigungsleistung von 266 500 Quadratmeter und einer kräftigen Blasturbine (140 Meter pro Sekunde). Die Feuerwehrwagen kosten 2,5 Millionen, die neun Räumfahrzeuge fünf Millionen Euro.