Euro-Airport

Der Euro-Airport wird appetitlich – neue Imbisskioske eröffnet

«Paul» – die neue Bäckerei des Food-Konzessionärs Elior im Abflugbereich, französische Seite. NIZ

«Paul» – die neue Bäckerei des Food-Konzessionärs Elior im Abflugbereich, französische Seite. NIZ

Bald ist die Hälfte der neuen Imbisskioske und Bars am Euro-Airport eröffnet. Diese sind zwar nicht billig, führen aber gute Ware. Zum Beispiel hat die Firma Elior die Türen ihrer Kioske geöffnet, 10 von 13 Verkaufsstellen werden von ihr betrieben.

Die neuen Betreiber der Flughafenrestaurants, Bars und Schnellimbiss-Läden haben sich etwas einfallen lassen. Vergangene Wochen hat die Firma Elior, die künftig 10 der 13 Verkaufsstellen auf dem Flughafen betreibt, zwei neue Imbisskioske im Abflugbereich («Landside», vor der Zollkontrolle) präsentiert. Gemäss der Binationalität des Flughafens haben sie auf der schweizerischen und französischen Seite unterschiedliche Angebote und heissen «Weckmann» und «Paul». Letztere ist eine in Frankreich gut etablierte Marke. «Unsere Bäcker haben in den vergangenen Wochen und Monaten für Weckmann die Angebote in Basler Bäckereien studiert und die Rezepte weiterentwickelt», sagte Ugo Durand, Elior-Leiter auf dem Flughafen, anlässlich einer Präsentation.

«Weckmann» ist in Deutschland die Bezeichnung für «Grättimaa», und man darf vermuten, dass die Elior-Beggen wohl im Dezember in Basel auf der Pirsch waren und sich von den «Grättis» inspirieren liessen – nicht wissend, dass ein Grättimann ein Saisongebäck ist.

«Übelsetzung» harzt

Bei «Weckmann» sind beispielsweise Tomaten-Mozzarella-Eingeklemmte und Lachs-Sandwiches im Angebot, mit 8.30 Franken eher teuer, dafür wirklich sehr gut und frisch. Wer es billiger mag, der findet eine frische Vollkorn-Baguette zum sehr favorablen Preis von 1.70 Franken. Qualität: eins a. «Das ist unter anderem bei den Mitarbeitern auf dem Euro-Airport sehr beliebt», sagt Durand. Ein gemischter Salat mit Getränk und Dessert kostet 16.90 Franken.

Noch etwas Arbeit braucht die Beschriftung des Angebots in der Auslage, die nur unter dem Thema «Übelsetzung» subsumiert werden kann: So gibt es etwa «Läugengebäck mit paniert Fisch» oder mit «Mönchkopf Käse» («Tête de Moine»), «Weckmann überzieht mit Schokolade» und andere lustige Dinge.

Auf der französischen Seite sind uns die süssen Dinger ins Auge gesprungen, beispielsweise die «Escargot aux Raisins». Die Preise sind hier in Euro angeschrieben, der «Schnägg» kostet 2.20 Euro (umgerechnet 2.75 Fr.), Macarons in allen Grössen und Farben, und Zuckerweggli, délicieux! Die «Pizza au Thon» (4.60 Euro, 5.75 Fr.) und die Quiche sind etwas fett geraten, aber das ist okay. Wir sind in Frankreich. Die Läden öffnen bereits um 4.30 Uhr in der Früh, das Angebot wechselt während des Tages und kommt laufend frisch daher.

Millionen-Investitionen

Im kommenden Sommer werden das Flughafen- und das Personalrestaurant erneuert. Der Flughafen investiert dazu drei Millionen Euro, Elior weitere Millionen. Eine Zahl nennt die Firma nicht.

Elior zählt auf dem Flughafen 95 Beschäftigte, zwölf davon wurden in den vergangenen Wochen neu eingestellt. Elior ist die Nummer drei im Contract-Food-Service in Europa, macht einen Jahresumsatz von fünf Milliarden Euro und beschäftigt insgesamt 105 000 Personen.

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