Reist der FC Basel von A nach B, dann tut er dies normalerweise mit seinem auf den Namen Bebbi-Bus getauften Car. Einem Bus des Münchner Maschinenbaukonzerns MAN, der exakt jenem Modell entspricht, den auch Borussia Dortmund fährt. Oder Bayern München. Oder der FC Augsburg.

«Technisch gesehen sind all diese Cars gleich. Sprich der Komfort, die Sicherheitssysteme sowie andere Systeme sind identisch», erklärt Martin Jenzer, Leiter Operation bei der Firma Settelen AG. Dem Car-Unternehmen gehört der Bebbi-Bus, auf den der FCB lediglich ein Vorrecht auf die Benutzung hat. Braucht ihn der FCB nicht, kann der Bus für normale Fahrten gechartert werden.

Dass so Personen gefährliche Gegenstände im Car platzieren könnten, war bislang kein Thema, weil «bis zum Dienstag niemandem in den Sinn gekommen war, dass so etwas möglich ist. Und dafür müsste der Car je nach dem nicht einmal gemietet werden», sagt Jenzer.

Des Weiteren klärt Jenzer auf, dass es ein Irrtum sei, dass die Reisecars von MAN standardmässig mit Panzerglas ausgestattet sind. «Die Seitenscheiben sind ja die Notausgänge, bei denen im Falle eines Ernstfalls die Scheiben einschlagbar sein müssen. Das wäre bei Panzerglas nicht möglich, und daher ist es kein Thema.»

Vielmehr sind die MAN-Cars mit Doppelverglasung ausgestattet. «Hinzu kommt, dass es Verbundglas ist, also jenes, welches normale Personenwagen bei der Frontscheibe haben. Das ist aus Sicherheitsgründen nötig, weil es in sehr kleine Teilchen zersplittert und nicht sofort auseinanderfällt.»

Auf einen möglichen Einfluss des Vorfalls in Dortmund auf das Sicherheitsdispositiv rund um den Bebbi-Bus und die nächsten Spiele des FCB wollten sowohl die Polizei als auch der FC Basel nicht vertieft eingehen. Beide Parteien richten aus, dass sie stets Risikoanalysen und Lagebeurteilungen durchführen. «Auf das konkrete Dispositiv möchten wir nicht näher eingehen, da jede Sicherheitsmassnahme an Wirkung verliert, sobald sie im Detail öffentlich gemacht wird», sagt FCB-Sprecherin Andrea Roth.