Gegen die Wohnblocks und für den grünen Landhof. So entschieden sich im März 2010 die Basler Stimmbürger und nahmen eine entsprechende Volksinitiative an. Das Ziel der Initiative: Den Landhof als letzte grüne Fläche im Kleinbasel zu erhalten. Das Baudepartement hatte eigentlich beabsichtigt, das Areal mit drei Wohnblocks mit insgesamt 80 Wohnungen überbauen zu lassen.

Bis Ende Februar hat die Stadtgärtnerei nun einen Wettbewerb ausgeschrieben. Die Projekte der Landschaftsarchitekten sollen zeigen, wie es mit dem Landhof – dem ersten Nationalstadion der Schweiz – weitergehen könnte.

Auch der Fussballplatz soll bleiben

Jetzt mischen sich auch die FCB-Fans in die Zukunftsplanung rund um das erste FCB-Stadion ein. Zu Übersehen war es nicht, das Transparent, dass die Fans in der Muttenzerkurve am Sonntag in die Höhe hielten: «Stadion Landhof - Fuessballtradition syt 1893». Mit dem Spruchband und vor dem Stadion verteilten Flyern machten die Fans auf eines ihrer Anliegen aufmerksam. Sie wollen den Landhof nicht nur als Grünfläche, sondern als Fussballplatz erhalten.

So soll auf dem Landhof auch in Zukunft ein Rasenfeld existieren, das die Fifa-Normen erfüllt. Die Stehrampe zur Peter-Rot-Strasse in der Ecke des alten Totomats und der Totomat selber sollen als Zeitzeugen erhalten bleiben. Und: Auf dem Landhof soll es weiterhin eine Tribüne geben.

Prominente Unterstützung

Bei ihrem Anliegen erhalten die Fans prominente Unterstützung. Der FC Basel, der Fussballverband Nordwestschweiz und das Sportmuseum haben sich gemeinsam mit der Muttenzerkurve zum Verein Vision Landhof zusammengeschlossen. Unter den Unterstützern finden sich Namen wie FCB-Präsident Bernhard Heusler, die ehemaligen FCB-Spieler Kurt Thalmann, Alex Wirth, Karli Odermatt und Arthur Von Wartburg sowie die Grossräte Heinrich Ueberwasser und Thomas Gander.

«Mittels dieser breit abgestützten Vision möchten wir unsere Ideen einer vielfältigen Nutzung einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen», schreibt der Verein Vision Landhof auf seiner Homepage. Die Ideen würden auf der Zusammenarbeit mit allen bereits involvierten Parteien basieren. «Dieser Flecken im Herzen der Stadt soll ein Ort für alle sein. Ein Ort an welchem sich Geschichte erleben und spüren lässt, der aber trotz dieser Tatsache nicht in seiner heutigen, äusserst unwürdigen Form bestehen bleiben soll. Das Landhof-Areal soll auch nach weit über hundert Jahren noch lange eine Begegnungsstätte bleiben, soll weiterhin die Tradition der Geselligkeit und des Fussballspiels weitertragen. Der Landhof ist einzigartig.»