Bern
Der FC Basel vor der Rückkehr in den Liga-Alltag

Morgen Mittwoch trifft der FC Basel um 20.30 Uhr im Stade de Suisse auf die Berner Young Boys, bei welchen nach einem abermaligen Trainerwechsel wieder etwas Ruhe eingekehrt ist.

Florian Boss
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Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams im Stade de Suisse gewannen die Berner Young Boys mit 4:2 gegen den FC Basel. (Archiv)

Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams im Stade de Suisse gewannen die Berner Young Boys mit 4:2 gegen den FC Basel. (Archiv)

Keystone

«Die Arbeit ist angenehm dank den aktuellen Resultaten und der Art und Weise, wie sich die Mannschaft momentan präsentiert», meinte Urs Fischer an der Medienkonferenz am Dienstag gelassen. «Wenn man sieht, wie die Mannschaft aufgetreten ist und mit welcher professionellen Einstellung, ist das einfach beruhigend.»

In der Tat scheint sich sein Team nach dem enttäuschenden Champions League-Out gegen Maccabi Tel Aviv wieder gefangen zu haben. Nach dem überzeugenden Auswärtssieg gegen Fiorentina in der Europa League vom vergangenen Donnerstag, gestaltete der FCB mit einer reifen Leistung auch das Cupspiel gegen den YF Juventus siegreich.

In personeller Hinsicht wird die Mannschaft von Urs Fischer im nun anstehenden Spiel gegen die Young Boys aus Bern (Mittwoch 20.30 Uhr) im Vergleich zum Sonntag kaum wieder zu erkennen sein. Geschonte Spieler wie Suchy, Xhaka, Embolo oder Janko werden für den Klassiker wohl aller Voraussicht nach in die Startelf zurückkehren. Ein Fragezeichen steht hinter der Personalie Zdravko Kuzmanovic, der am Wochenende nach rund vierwöchiger Zwangspause aufgrund einer Zerrung im Oberschenkel sein Comeback gab. Urs Fischer meinte zwar, dass er keine Bedenken habe, Zdravko auch morgen wieder von Anfang an zu bringen. Ob es gegen die YB über die volle Distanz reicht, bleibt trotzdem offen.

Zum Gegner wollte Urs Fischer nicht viel sagen. Jedoch glaubt er, dass sich YB trotz Trainer-Rochade nicht sehr gross verändert hat: «Das ist gar nicht möglich, neue Automatismen und Prinzipien brauchen Zeit.» Nach dem schlechten Saisonstart scheinen die Berner unter dem neuen Trainer Adi Hütter mit dem überzeugenden 4:0-Heimsieg gegen Vaduz und dem darauffolgenden 2:0-Sieg im Cup auswärts gegen Chiasso den Turnaround vorerst geschafft zu haben. Fischer mahnt deshalb vor allzu viel Selbstverständlichkeit: «Man darf sich nie ausruhen. Das nächste Spiel steht vor der Tür, welches wieder bei 0:0 anfängt. Man muss sicher immer wieder bestätigen.»

Historische Rekordmarke in Sichtweite

Nichtsdestotrotz, mit einem Sieg morgen Abend gegen YB könnte der FC Basel seine bisherige Erfolgsgeschichte dieser Saison um ein weiteres Kapitel verlängern. Es wäre der neunte Sieg im neunten Spiel für die Rotblauen, die damit nicht mehr weit vom besten Saisonstart der Geschichte der höchsten Schweizer Fussballliga entfernt sind. In der Spielzeit 2003/2004 reihte der FCB, damals noch unter der Führung von Trainer Christian Gross, ganze 13 Siege aneinander und blieb bis zur 25. Runde gänzlich ungeschlagen. Im europaweiten Vergleich ist der FC Basel in dieser Saison jedenfalls schon einmal Spitze. Zusammen mit Aberdeen trennt den FCB nur noch ein Sieg von Ferencváros Budapest. Der ungarische Leader blieb zuletzt auch im neunten Spiel hintereinander siegreich.