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Der Grundtenor: Ein schlechter Tag für die bikantonale Beziehung

Monatelang lieferten sich harte politische Auseinandersetzungen und warfen sich Fakten und anderes an den Kopf. Am Tag eins nach der Spitalfusions-Abstimmung ziehen Gegnerinnen und Befürworter Bilanz.

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Die Spitalfusion gibt es ausserhalb der Pralinenverpackung nicht.

Die Spitalfusion gibt es ausserhalb der Pralinenverpackung nicht.

zvg
Susanne Leutenegger-Oberholzer, Susanne Leutenegger alt SP-Nationalrätin BL: «Die Fusion ist noch nicht vom Tisch. Eine Ablehnung von 55 Prozent in Basel-Stadt ist keine Katastrophe. Der grösste Vorbehalt in Basel war ja die Rechtsform. Dazu gibt es Alternativen.»
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Joël Thüring SVP-Grossrat BS: «Es scheint, als sei die Region nicht zu grossen Würfen imstande. Es wurde jetzt viel Baselland-Bashing betrieben. Gerade von jenen, die vor fünf Jahren für die Kantonsfusion waren.»
Sven Inäbnit FDP-Landrat BL: «Das Kantonsspital Baselland ist so, wie es heute aufgestellt ist, nicht überlebensfähig. Nötig sind umfassende Restrukturierungen. Neue Ideen sind gefragt und neue Köpfe an der Spitalspitze.»
Guy Morin alt Regierungspräsident: «Als ich auf der Strasse für die Spitalfusion geworben habe, habe ich schon gemerkt: Die Leute sind skeptisch. Es herrschte eine spürbare Grundstimmung gegen Baselland.»
Pascal Pfister SP-Präsident BS: «Die angenommene gemeinsame Spitalplanung ist für uns ein gangbarer Weg. Das ist ein starkes Instrument, wenn man es richtig anwendet.»
Patricia von Falkenstein LDP-Präsidentin BS: «Hilfreich ist dieses Nein sicher nicht für die Partnerschaft mit Baselland. Das nächste Mal wollen wir wieder etwas von den Baselbietern – wenn es um die Universität geht.»
Silvia Schenker SP-Nationalrätin BS: «Das ist ein ganz schwarzer Tag für die Partnerschaft von Basel-Stadt und Baselland.»
Maya Graf Grünen-Nationalrätin BL: «Mit dem Basler Nein habe ich gerechnet. Es ist ein Rückschlag für die Partnerschaft. Wir dürfen uns nun in der Spitalpolitik im Baselbiet nicht einigeln. Das können wir uns nicht leisten.»
Balz Herter CVP-Präsident BS: «Der Status quo ist die teuerste Lösung. Nun hat die Bevölkerung diese leider gewählt. Die SP hat mit dem Kantönligeist politisiert und somit eine effiziente Zusammenarbeit verhindert.»
Jürg Aebi CEO Kantonsspital BL: «Die klare Mehrheit des Baselbieters Volk hält unseren Vorschlag für sinnvoll. Mit diesem Ja werden wir trotz Nein in Basel Wege gehen können, die bisher nicht möglich waren.»

Susanne Leutenegger-Oberholzer, Susanne Leutenegger alt SP-Nationalrätin BL: «Die Fusion ist noch nicht vom Tisch. Eine Ablehnung von 55 Prozent in Basel-Stadt ist keine Katastrophe. Der grösste Vorbehalt in Basel war ja die Rechtsform. Dazu gibt es Alternativen.»

Raphael Hünerfauth