Klybeckquai

Der Hafenkran wird heute fast vollständig aufgebaut

Mit Hilfe eines riesigen Krans wird das Schiff, das den Hafenkran von Huningue (F) ins Kleinbasel transportiert hat, entladen. Der Hafenkran soll bis zum Abend zu 80 Prozent stehen.

Seit heute, Mittwochmorgen, wird am Klybeckquai der Hafenkran aufgebaut. Er war am Dienstag vom elsässischen Huningue (F) mit dem Schiff zu seinem zukünftigen Standort 300 Meter nördlich der Dreirosenbrücke am Schnittpunkt Uferstrasse/Altrheinweg transportiert worden.

Das zukünftige Industriedenkmal stand vorher mit vier anderen Kränen im Hafen St. Johann, wo sich heute der Novartis Campus und die Rheinuferpromenade vom St. Johann bis zur Dreiländerbrücke in Huningue befindet. Betreiber und Inhaber der Kräne war Ultra Brag. Vier von ihnen wurden verschrottet. Denjenigen, der der Dreirosenbrücke am nahestens stand, kaufte Novartis auf und liess ihn Anfang 2010 zwischenlagern.

Die Einzelteile des Hafenkrans werden vom Schiff entladen.

1972 in Betrieb genommen

«Der Kran ist 1972 in Betrieb genommen worden», sagte Martin Ticks, Mitglied der Geschäftsleitung und CEO von Ultra Brag. Eine neue Krananlage koste heute um die drei Millionen Franken. Den Hafen St. Johann zügelte Ultra Brag für Getreide nach Kleinhüningen und ansonsten in den Auhafen in Muttenz.

Als Erstes wurden am Morgen die vier Fahrwerke vom Schiff auf Schienen eingehoben und befestigt. Darauf wurde ab 10 Uhr das 16 Meter breite Portal abgesetzt. Anspruchsvoll war dies, da für das Entladen nur ein grosser Kranwagen zur Verfügung stand statt der beiden Kräne zu 200 und 300 Tonnen vom Vortag in Huningue. Es ist schwieriger, mit einem Kran, das Gleichgewicht zu halten. Aus Platzgründen musste man sich auf einen 500 Tonnen Kran beschränken. Später folgt dann die Führerkabine. Bis zum Abend soll der Kran bis zu 80 Prozent stehen. Der Kranarm wird allerdings erst am Donnerstag montiert.

Das Hafenkran-Fahrwerk wird im Klybeck von der MS Aargau entladen und direkt auf die Schienen aufgesetzt..

Das Hafenkran-Fahrwerk wird im Klybeck von der MS Aargau entladen und direkt auf die Schienen aufgesetzt.

Über Nacht verlorenen Bolzen ersetzt

Ein kleines Problem gab es, weil auf dem Lagerplatz in Huningue ein 200 Kilogramm schwerer Bolzen verloren gegangen war, der Fahrwerk und Portal miteinander verbindet. Das Teil konnte per Express über Nacht nachbestellt werden. Am neuen Standort musste das Fundament wegen unterschiedlichem Gefälle zum alten angepasst werden. «Das war eine Herausforderung», betont die verantwortliche Architektin Lea Muggli. Die acht Meter hohe Plattform ist nicht begehbar, bevor im September eine neue Treppe angebracht ist. Damit der Kran später gastronomisch genutzt werden kann, werden Gitterroste ausgelegt und der Maschinenraum leer geräumt.

Der gesamte Hafenkram wiegt zwischen 200 und 220 Tonnen. Novartis schenkt ihn dem Kanton Basel-Stadt. Die offizielle Übergabe findet laut Novartis-Mediensprecher Daniel Zehnder am 29. September statt. Dann werde auch über das gastronomische Konzept für den Kran informiert. Es gehe in Richtung Bar oder Buvette.

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Autor

Peter Schenk

Peter Schenk

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