Abnehmen, den Alkoholkonsum reduzieren oder mit dem Rauchen aufhören. Neujahrsvorsätze sind schnell gefasst und oft auch wirklich ernst gemeint. Meist werden sie aber nur mühsam oder gar nicht umgesetzt und ganz schnell wieder vergessen. Eines der verbreitetsten Ziele: endlich mehr Sport machen.

Die bz hat sich einen Ruck gegeben, den inneren Schweinehund überwunden und eine neue, aufkommende Trendsportart im Selbstversuch ausprobiert: Rooftop Training - wörtlich: Training auf dem Hausdach. Das Rooftop Training ist eine Kombination aus Functional Training, Circuit und Core Strength.

Oder auf gut Deutsch: eine Mischung aus alltagsbasiertem Ganzkörpertraining, einer Art Vita-Parcours sowie Rumpf- und Stabilitätsübungen. Die Aufgaben variieren von einfachen Knie- und Rumpfbeugen über Wurfübungen mit einem Medizinball bis hin zu Hammerschlägen auf alte Autoreifen. Was harmlos klingt, fordert einem in Wahrheit alles ab.

Mehr als nur Eisen stemmen

Rooftop Training

Ins Leben gerufen wurde das Fitness-Programm, das mehr wie nur Kraft und Ausdauer verbessert, von Dylan Teal, der das Training seit Anfang 2011 auf Englisch und Deutsch unterrichtet. Mittlerweile wird er von Anuschka Janssen tatkräftig unterstützt. «Das Krafttraining hat mir nicht mehr gereicht. Deshalb habe ich viel gelesen und bin dabei auf Functional Training gestossen. Durch mein abgeschlossenes Sportstudium und vielseitige Personal Trainer-Erfahrung war ich befugt, zu unterrichten», erzählt Teal.

Die beiden Trainer sind sich bewusst, dass sie der Zeit voraus sind. In den USA ist Functional Training äusserst populär. «Das Gute am Functional Training ist, dass es für alle zugänglich ist, es gibt für jedes Niveau passende Übungen», führen Teal und Janssen aus. Dies widerspiegelt sich auch im gesunden Mix der Teilnehmer des gut einstündigen Trainings: Frauen und Männer zwischen 25 und 55 Jahren schwitzen - alle in ihrem Tempo - im Dachgeschoss eines Parkhauses. Im Mittelpunkt steht nicht der Wettkampf mit den anderen Teilnehmern, sondern der individuelle Fortschritt.

Der Selbstversuch macht bereits nach einer Lektion deutlich: das Programm bietet ein intensives und effektives Ganzkörpertraining, inklusive Muskelkater am nächsten Tag.