Es sollte der letzte Versuch werden, das Rauchverbot in Basel-Stadt auf das Level der Bundesgesetzgebung zu drücken. Die Initiative «Ja zum Passivraucherschutz mit Augenmass» des Vereins «Fümoar». Eingereicht wurde sie von den letzten Kämpen des einst gigantischen Vereins mit 3100 gesammelten Unterschriften am 11. Juni.

Nun folgt das Verdikt der Staatskanzlei via Kantonsblatt: Die Initiative ist nicht zustande gekommen. Weil nur gerade 2283 der Unterschriften gültig waren. Ein enormer Prozentsatz an ungültigen Signaturen, der dazu führt, dass die nötigen 3000 Unterschriften bei weitem verfehlt wurden.

Mit seiner Volksinitiative wollte «Fümoar» die kantonalen Bestimmungen zum Nichtraucherschutz aufweichen und auch in Basel-Stadt, wie in den meisten Kantonen und im Bundesgesetz erlaubt, Raucherlokale von maximal 80 Quadratmeter gestatten. In Basel sind derzeit nur unbediente Raucherräume erlaubt, in Zukunft sollte es wieder bediente Fumoirs geben.

Der letzte Versuch des Wirteverbandes, das Rauchergesetz zu lockern, war 2011 äusserst knapp gescheitert. Lediglich 212 Stimmen hatten den Ausschlag zugunsten der Gegner gegeben. Was nun mit dem Verein «Fümoar» geschieht ist unklar. Der Vereins-Sekretär, Thierry Julliard, hatte bei der Übergabe der Unterschriften gesagt, diese Initiative sei der letzte Anlauf für ein liberaleres Rauchergesetz. (dre)